Zusätzlicher Raum für den Heimatverein
Wlan für den Marktplatz

Heek -

Der Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus Heek bekommt einen Internetanschluss und einen zusätzlichen Raum im Obergeschoss des Epping‘schen Hofs, um sein umfangreiches Fotoarchiv zu digitalisieren. Von dem Vorstoß des Vereins werden aber künftig alle Heeker profitieren.

Montag, 20.02.2017, 10:02 Uhr

Einen freien Wlan-Zugang könnte es vielleicht bald auch am Marktplatz in Heek geben.
Einen freien Wlan-Zugang könnte es vielleicht bald auch am Marktplatz in Heek geben. Foto: dpa

Der Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus Heek bekommt einen Internetanschluss und einen zusätzlichen Raum im Obergeschoss des Epping‘schen Hofs, um sein umfangreiches Fotoarchiv zu digitalisieren. Von dem Vorstoß des Vereins werden aber künftig alle Heeker profitieren – und auch Besucher der Gemeinde: Gleichzeitig soll ein Wlan-Hotspot eingerichtet werden.

„Wir haben fünf Leute, die die ganzen Sachen bearbeiten“, erklärte der Präsident des Heimat- und Schützenvereins, Ralf Münstermann , im Kulturausschuss, der über einen entsprechenden Antrag des Vereins entscheiden sollte. Einer kümmere sich allein um die Archivierung der Totenzettel-Sammlung, so Münstermann. „Wir brauchen im Prinzip ein kleines Büro.“

In den vergangenen Jahren habe der Verein viele historische Fotos überreicht bekommen, die gesichtet, Namen zugeordnet und digitalisiert werden sollen. „Dazu müssen wir auch schon mal ein paar Dinge liegenlassen können“, sagte Münstermann. Das sei im Kaminzimmer und dessen Nebenraum, die bislang zur Verfügung stehen, nicht möglich. Das Archiv soll dann im Netz zugänglich gemacht werden, weshalb außerdem ein Internetanschluss benötigt werde, wie der Vereinspräsident deutlich machte.

Der Antrag wurde von der SPD-Fraktion noch erweitert. „Wir sollten an diesem Anschluss einen Open-Spot einrichten“, sagte Hermann-Josef Schepers mit Blick auf die laufenden Bemühungen der Gemeinde, ein offenes Netz einzurichten. „Wir könnten somit den ganzen Marktplatz mit Wlan versorgen“, erklärte er. „Das wäre für relativ wenig Geld eine Möglichkeit, um den Radwanderern, die dort die Gastronomie nutzen, Wlan zu bieten.“

Bei der Frage der Kosten gab sich die CDU etwas zurückhaltender: „Wir können uns gut vorstellen, dass wir von Gemeindeseite die Kosten für den Anschluss übernehmen“, sagte Ingo Trawinski. „Die laufenden Kosten sollten – wie bei den Sportvereinen – vom Verein übernommen werden.“

Amtsleiter Jürgen Lammers brachte noch eine andere Möglichkeit ins Spiel: Die Gemeinde sei aktuell im Ausschreibungsverfahren für die Netzanbindung im Außenbereich. „Wir wollten uns da auch über die Marktplätze unterhalten“, erinnerte er die Politiker. Die Bieterauswahl werde voraussichtlich Ende März, Anfang April abgeschlossen. „Wenn der Verein noch so lange warten kann, hätten wir auf diesem Weg eine kostengünstige Option“, sagte er. „Und wir könnten dann vielleicht nicht nur den Marktplatz, sondern auch die Stiege mit abdecken.“

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