Dorfimkerei öffnete ihre Türen für Gäste
Besser achtgeben – auf die Bienen und die Umwelt

Heek -

Albert Einstein soll einmal gesagt haben, dass die Menschheit nur noch vier Jahre überleben kann, wenn es keine Bienen mehr gibt. Ob diese Aussage aus dem Zusammenhang gerissen wurde, oder nicht: Für den Heeker Imker Detlef Bauerdiek steht fest: „Wir müssen besser achtgeben – auf die Bienen und auf unsere Umwelt.“

Montag, 08.05.2017, 10:05 Uhr

Ganz dicht dran: Auf dem Gelände der Dorfimkerei gab es am Samstag für große und kleine Gäste viel zu entdecken.
Ganz dicht dran: Auf dem Gelände der Dorfimkerei gab es am Samstag für große und kleine Gäste viel zu entdecken. Foto: Helmut Schwietering

Es ist warm an diesem Samstag. Zehn Grad und endlich können die Bienen mal ausschwärmen. Ein optimaler Tag auch für Detlef Bauerdiek und seine Familie, den Heekern die Dorfimkerei zu präsentieren. Auch der NABU und die Gemeinde haben geholfen viele Steine aus dem Weg zu räumen und das nicht nur auf dem Grundstück. Lange vor Einrichtung der Dorfimkerei in der Stiege haben Bauerdiek und der NABU nach einem passenden Grundstück gesucht. Langsam hat die Sache Gestalt angenommen, ein völlig verwildertes Grundstück ist in ein Kleinod verwandelt worden, in dem sich nicht nur die Bienen wohlfühlen. Bereitwillig erklärt er den Gästen, wie alles anfing und was zukünftig noch geplant ist. Für 500 Gramm Honig fliegen Bienen drei Mal um die Erde verkündet ein Plakat, das in der Imkerhütte hängt.

Honig und weitere Produkte rund um die Welt der Bienen und Insekten warten dort auf die Gäste und können zum Teil auch erworben werden. Bei der Gemeinde Heek haben Bauerdiek und die Aktivisten des NABU offene Türen eingerannt und so kam alles ins Rollen.  Schulklassen, Kindergartengruppen und weitere Interessierte sind schon immer bei ihm willkommen. Im Mai und Juni bietet er – nach Anmeldung – Führungen in seine Bienenwelt an. Während der Imker einige Gäste über das Grundstück führt, verwandelt seine Frau Klara den kleinen Besucher Paul in einen Nachwuchsimker Mit einem Imkerhut ausgestattet darf er die Kurbel drehen und die Schleuder in Gang setzen, während andere Kinder an den Schaukästen die Bienen bestaunen. Die Königin entdecken sie auch – sie trägt die Nummer 22 und ist so leicht vom restlichen Bienenvolk zu unterscheiden.  Herbert Moritz (NABU) betonte in einem Vortrag die Schutzbedürftigkeit der Bienen, aussagekräftige Schautafeln zur Arbeit des NABU stellen dar, wo aktuell der größte Handlungsbedarf besteht. Auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff bedankt sich bei allen Helfern und zeigt sich beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der die Dorfimkerei entstanden ist.  

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