Politik diskutiert Ausbau der Turnhalle an der Kreuzschule
Beinahe eine Bürgerhalle

Heek -

Zuerst war es ein „charmanter Gedanke“, so Architekt Josef Niehoff: Die Sanierung der Turnhalle an der Kreuzschule bietet Gelegenheit, über Optimierungen und Ausbau-Optionen nachzudenken. Konkret geht es um eine neue Tribüne für bis zu 290 Zuschauer.

Freitag, 12.05.2017, 06:05 Uhr

Eine Tribüne über den Umkleiden (links) oder per Anbau an der Nordostseite (im Bild die rechte Wand mit Fenstern) könnte aus der Turnhalle der Kreuzhalle eine Veranstaltungshalle für bis zu 1000 Gäste werden lassen.
Eine Tribüne über den Umkleiden (links) oder per Anbau an der Nordostseite (im Bild die rechte Wand mit Fenstern) könnte aus der Turnhalle der Kreuzhalle eine Veranstaltungshalle für bis zu 1000 Gäste werden lassen. Foto: Mareike Katerkamp

Knackpunkt: Wird die Kapazität der Halle auf bis zu 1000 Besucher erhöht, reichen die vorhandenen Toiletten nicht aus. Und für eine Tribüne, die auf allen Plätzen gute Sicht über das Spielfeld bietet, müsste ein Anbau an die Halle errichtet werden.

Im Bauausschuss stellten der Gronauer Architekt und sein Mitarbeiter Paul Böwing vier Alternativen vor – von der reinen Sanierung des Bestands bis hin zum ambitionierten Ausbau mittels Anbau. „Das ist dann schon beinah eine Bürgerhalle“, so Architekt Niehoff .

Die – notwendige und bereits beschlossene – Sanierung der Halle kostet nach den im Ausschuss vorgelegten Zahlen knapp 950 000 Euro (Alternative 1), mit Anbau für extra Toiletten und Tribüne käme das Projekt auf maximal rund zwei Millionen Euro Kosten (Alternative 4) – inklusive optionaler Extras wie neuer Bodenbelag, Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder bodentiefe Fenster nach Nordosten.

Ausbau und Genehmigung als Versammlungsstätte machen etwa einen Rauchabzug notwendig, womit die Sanierung der technischen Anlagen etwa 65000 Euro teurer würde. Bei dieser Variante (Alternative 2) bliebe die alte Tribünenlösung erhalten.

Alternative 3 sieht den Bau einer neuen Tribüne vor, auf dem Flachdach der jetzigen Umkleiden. Hier gäbe es Platz für bis zu 230 Personen. Allerdings mit eingeschränkter Sicht. Und: „Rein technisch wäre es möglich“, so Paul Böwing; zuvor müsse aber die Statik nachgebessert werden.

Den größten Wurf würde die von den Planern vorgestellte Alternative 4 darstellen: ein Riegelanbau an der östlichen Längsseite der Halle mit zusätzlicher Toilettenanlage, um für bis zu 1000 Besucher gerüstet zu sein, dazu zwei Lagerräume und obenauf die Tribüne für 290 Besucher, mit freier Sicht auf das gesamte Spielfeld. Diese Variante könne sich „homogen integrieren“ in den Bau, wie Niehoff sagte. Er plädierte für diesen Anbau. „Man kann mit relativ wenig Aufwand so einen Riegel vor die Halle setzen.“ Und. Die Gemeinde habe Glück, dass sie bereits ein reges Veranstaltungsprogramm habe. „Das sollte man sich erhalten.“

Welche Variante es wird, steht noch nicht fest. Der Ausschuss delegierte das Thema zur Beratung in die Fraktionen. Auf Anregung von Hermann-Josef Schepers soll danach eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Zu überlegen sei auch, ob das Projekt der Größe wegen in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt werde, so der SPD-Mann. Auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff gab sich zurückhaltend. „Primär ist das immer noch eine Schulturnhalle“, sagte er. Er wolle auf jeden Fall Schulleitung und Sportvereine einbeziehen.

Die Schulturnhalle an der Kreuzschule muss saniert werden, das steht fest. Wie das am Ende aussieht, ist noch offen. Vier Alternativen stehen zur Debatte:

Alternative 1: Der Bestand wird saniert, dabei entfallen auf die Umkleiden 96 500 Euro, stimmt die Politik für Optionen wie neuen Boden und Wandverkleidungen, kommen 67 000 Euro dazu. Die Sanierung der Sporthalle kostet 405 000 Euro, mit Optionen (bodentiefe Fenster und neue Dächer) 185 000 Euro mehr. Hinzu kommen Baunebenkosten von bis zu 150 000 Euro. Für die technischen Anlagen fallen 343 500 Euro an, für eine Photovoltaik-Anlage (optional) 234 000 Euro. Gesamtkosten: 945 300 Euro, mit Optionen 1 481 700 Euro.

Alternative 2 (Zulassung als Veranstaltungsstätte) kostet 65 000 Euro mehr.

Alternative 3 (für bis zu 700 Personen) mit kleiner Tribüne über den Umkleiden erhöht die Kosten auf 1 314 600 Euro, mit Optionen: 1 773 000 Euro.

Alternative 4 (bis 1000 Personen) mit Tribünenanbau auf 1 603 800 Euro, mit Optionen auf 2 062 200 Euro.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4827414?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F27962%2F
Nachrichten-Ticker