Nach Markt der Kulturen
Kreuzschule will Europaschule werden

heek -

Wohin die Reise gehen soll, wissen die Lehrerkollegen Elisabeth Wiegering und Kai Großkopf. Die Koordinatoren der Europa-Projekttage wollen die Kreuzschule zu einer Europaschule machen. Doch der Weg dahin ist alles andere als in Stein gemeißelt. Das Schulfest mit dem Markt der Kulturen war erst der Anfang einer Reise, die vermutlich so einige Etappen mit sich bringt.

Freitag, 12.05.2017, 18:05 Uhr

Jubel für die Gewinner: Die Klassensprecher nahmen am Freitag von der Schulausschussvorsitzenden Elisabeth Voss und der Schulleiterin Martina John die Urkunden für die prämierten Stände entgegen.
Jubel für die Gewinner: Die Klassensprecher nahmen am Freitag von der Schulausschussvorsitzenden Elisabeth Voss und der Schulleiterin Martina John die Urkunden für die prämierten Stände entgegen. Foto: Mareike Katerkamp

„Wir wollen den europäischen Gedanken noch mehr in unsere Schule holen“, begründet Kai Großkopf den Schritt. Außer den Projekttagen zum Thema Europa will die Schule dabei ein zusätzliches Unterrichtsangebot unter dem Titel „Europa – Genau wie du?!“ schaffen. An den Ergänzungsstunden können Achtklässler ab dem nächsten Schuljahr teilnehmen. Elf Mädchen und Jungen stehen bereits auf der Liste. „So holen wir die Schüler stärker mit ins Boot“, sagt Wiegering.

Auf der Suche nach Partnerschulen

Denn Ziel ist es, den Austausch mit Schülern anderer Nationen noch stärker zu fördern. Über die Onlineplattform „E-Twinning“ der Europäischen Kommission sollen die Schüler und Lehrer in Kontakt mit europäischen Schulen kommen und mit ihnen gemeinsam Projekte entwickeln und umsetzen. „Mit jedem Projekt wird die Hemmschwelle, fremde Sprachen zu sprechen, niedriger“, ist Wiegering überzeugt.

Auf der europäischen Plattform „E-Twinning“ sind derzeit nach Angaben auf der Internetseite schon fast 180 000 Schulen aus ganz Europa registriert, die Zahl der entwickelten Projekte liegt bei fast 60 000. Und diese können ganz unterschiedlich ausfallen – sowohl in Zeit als auch in Umfang. Hauptziel ist, dass sich die Schulen über Staatsgrenzen hinweg miteinander vernetzen.

Schulministerium verleiht den Titel

Den Titel Europaschule bekommen Schulen in Nordrhein-Westfalen vom Schulministerium verliehen. Dazu müssen sie gewisse Standards erfüllen. Die Kreuzschule muss dafür unter anderem mit fünf Partnerschulen aus verschiedenen Ländern Projekte auf die Beine stellen. Eine Partnerschule haben sie bereits, jene im niederländischen Aalten. Fehlen also noch vier. „Aber das ist nicht unmöglich. Es ist eben nur viel Arbeit“, ist Großkopf zuversichtlich.

Wann es dann mit dem Titel soweit sein wird? Vielleicht 2019, sagt Großkopf mit Zurückhaltung. „Aber wir wollen uns und die Schüler auch nicht überfordern“, betont er. Dem pflichtet auch seine Kollegin Wiegering bei. „Der Weg ist das Ziel“, sagt sie. Und der geht nicht immer nur geradeaus.

Die Gewinner des Markts der Kulturen

28 Stände von 28 Klassen waren auf dem Markt der Kulturen beim Schulfest der Kreuzschule am Mittwoch vertreten. Dabei haben Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff, die Schulausschussvorsitzende Elisabeth Voss, die ehemalige Europaabgeordnete Jutta Haug und Vertreter der Bezirksregierung Münster die Stände nach drei Kategorien bewertet: Idee, Ausführung und Lerneffekt. Gewonnen haben der Stand Deutschland der Klasse 6b sowie der Stand Österreich der Klasse 5d. Auf Platz zwei folgen die Klasse 7a mit Irland und die Klasse 9a mit Malta, auf Platz drei die Klasse 8b mit Schweden und die Klasse 8d mit den Niederlanden. Die Sieger bekommen jeweils 50 Euro für die Klassenkasse, die Zweitplatzierten jeweils 30 Euro und die Drittplatzierten jeweils 20 Euro.

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