OGS der Bischof-Martin-Schule feiert zehnjähriges Bestehen
Eine Erfolgsgeschichte

Nienborg -

Jürgen Lammers nimmt kein Blatt vor den Mund: „Das erste Jahr ist tierisch in die Hose gegangen.“ Umso imposanter sei es, wie sich das zarte Pflänzchen OGS entwickelt habe, so der Schulamtsleiter. Am Freitagnachmittag feierte die Offene Ganztagsschule (OGS) ihr zehnjähriges Bestehen.

Samstag, 24.06.2017, 06:06 Uhr

„Wir sind die OGS“ sangen die Mädchen und Jungen der Offenen Ganztagsschule.
„Wir sind die OGS“ sangen die Mädchen und Jungen der Offenen Ganztagsschule. Foto: Rupert Joemann

Das Interesse ist so groß, dass für das kommende Schuljahr im Ganztagsbereich schon alle Plätze vergeben sind. Bei besonderer Dringlichkeit können Eltern noch bis zu den Herbstferien einen Antrag stellen.

Das sah anfangs ganz anders aus. Jürgen Lammers erinnerte in seinem Rückblick daran. Nachdem die Landesregierung Anfang 2003 die OGS eingeführt hatte, versuchte auch die Gemeinde, sie in Nienborg zu installieren. Im ersten Jahr zeigten nur drei, im zweiten Jahr gar nur zwei Familien Interesse. Die dann vom Förderverein der Grundschule angebotene kostenlose Hausaufgabenhilfe „schlug ein wie eine Bombe“. Dadurch hätten sich die Eltern an die Betreuung gewöhnt, so Lammers. Der Bann war gebrochen. Die OGS an der Bischof-Martin-Grundschule fing im Schuljahr 2007/08 mit neun Kindern an. „Wir mussten viel improvisieren. Als Frau Metz ein Jahr später hier anfing, hat sich alles gewandelt“, lobte Jürgen Lammers die Arbeit der OGS-Koordinatorin und ihres Teams.

Im kommenden Schuljahr, so der Schulamtsleiter, besuchen fast 40 Prozent der Grundschüler die OGS. „Das ist ein Ergebnis, auf das Sie und Ihr Team sehr stolz sein können.“

Den „phänomenalen Teamgedanken“ sieht Jürgen Lammers als den Hauptgrund für den Erfolg der Nienborger Offenen Ganztagsschule. Als kleines Geschenk hatte Lammers für die Kinder Freifahrttickets für die Sommerkirmes dabei. Zudem verteilte seine Frau später Eis an die Mädchen und Jungen.

Als beeindruckend bezeichnete Petra Giesker , Vorsitzende des Fördervereins, der die OGS betreibt, das Engagement, das in den zehn Jahren geleistet worden sei. „Wir können uns immer auf die OGS verlassen“, sagte Giesker.

Auch für Schulleiterin Bernadette Nabers ist die OGS eine Erfolgsgeschichte. Eine mit „viel Arbeit, viel Spaß und viel Freude“. Das Ergebnis der Arbeit: Im nächsten Schuljahr soll die OGS von einer auf zwei Gruppen wachsen.

An alle, die sich in irgendeiner Weise in den zehn Jahren für die Offene Ganztagsschule engagiert haben, überreichten die Kinder Rosen.

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