Busverbindungen und Schwimmbad
Was fehlt, was nervt?

Nienborg -

Beim Jugendforum im Zak haben Jugendliche Politikern der Gemeinde erzählt, was sie sich für Heek wünschen. Einiges davon soll bald umgesetzt werden. Vieles bleibt ein Traum.

Dienstag, 07.11.2017, 06:00 Uhr
Was fehlt, was nervt, was soll besser werden? Diesen Fragekomplex diskutierten Jugendliche aus Heek am Montagabend im ZAK mit Politikern der Gemeinde.
Was fehlt, was nervt, was soll besser werden? Diese Fragen diskutierten Jugendliche aus Heek am Montagabend im ZAK mit Politikern der Gemeinde. Foto: e

Das letzte Jugendforum war ein voller Erfolg – nicht nur aus Sicht der Politiker. Daher versprachen sich die Jugendlichen viel vom erneuten Austausch im Zak am Montagabend. Auf der Bühne standen neben Moderator Johannes Jötten auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff (parteilos), Reinhard Brunsch (SPD) sowie Walter Niemeyer, Heike Wermer und Mario Strehlow (alle CDU), um den Jugendlichen Fragen zu beantworten.

Das Zak ist für viele Jugendliche in Heek ein Treffpunkt, an dem sie ihre Freizeit verbringen, Skaten, Freunde treffen, sich austauschen. Etwa 30 Jugendliche sitzen an diesem Abend an den Tischen, deutlich weniger als die ursprünglich erwarteten 70. „Ich sehe es dennoch positiv, dass die Jugendlichen gekommen sind und den Austausch suchen“, sagt Reinhard Brunsch. Einige der jungen Leute sind zum ersten Mal im Zak. „Durch das Forum erreichen wir auch Jugendliche, die sonst nicht zu uns kommen“, sagt Marina Böing, pädagogische Leiterin des Jugendtreffs.

Eine kurze Vorstellungsrunde und dann geht es los, Input der jungen Heeker ist gefragt. Um die Wünsche der Jugendlichen geordnet diskutieren zu können, kommen sie auf Zettel geschrieben an Pinnwände. Vier davon stehen auf der Bühne. Sie tragen die Überschriften „Infrastruktur“, „Zak“, „Freizeitangebote“, „Sonstiges“.

Wirklich wichtig ist den jungen Teilnehmern die Infrastruktur in Heek. Busverbindungen sollten auch am Abend oder in der Nacht noch die Möglichkeit bieten, von Heek beispielsweise Ahaus zu erreichen, fordert ein Mädchen. „Wir treffen uns regelmäßig mit allen Gemeinden auf einer Nahverkehrskonferenz. Dort bringen alle ihre Wünsche an“, verspricht Bürgermeister Weilighoff. Viele Gemeindeanliegen seien wirtschaftlich aber nicht realisierbar, so sehe es auch bei den Bussen aus. Einen Drogeriemarkt, ein Schwimmbad und einen McDonalds wird es in Heek ebenfalls künftig nicht geben. „Das sieht schlecht aus, Heek ist einfach zu klein“, sagt Heike Wermer.

Einfacher sei es, so Wermer, kleinere Wünsche zu realisieren. „Das mit dem neuen Billardtisch müssen wir durchrechnen, das ist vielleicht über das Budget des Zak möglich“, sagt sie. Der Tisch frisst andauernd die weiße Kugel und muss deswegen erneuert werden. Auch zusätzliche Ladekabel und eine verbesserte Beleuchtung im Zak-Saal lassen sich schnell umsetzen.

„Neue Mülleimer an der Skaterbahn“, liest Moderator Johannes Jötten den nächsten Punkt vor. Mülleimer gebe es zu wenig, sind sich Matthias Laukamp und Jens Reinders einig, die regelmäßig im Zak sind. Außerdem seien die Mülleimer in keinem guten Zustand, bemängeln die Jugendlichen. „Dafür ist die Gemeinde zuständig, das nehme ich gerne auf“, sagt Weilighoff. Außerdem sei die Skaterbahn nicht beleuchtet und zu klein, finden einige Jugendliche. „Eine Erweiterung ist teuer, da müssen wir Zahlen einholen“, sagt Wermer, auch die Beleuchtung sehen die Politiker kritisch. „Damit dort nicht getrunken wird, hat man damals bewusst kein Licht angebracht“, sagt Wermer. Auch diesen Punkt wolle man nun aber prüfen.

„Ihr seid wichtig, ihr seid die Zukunft“, bringt Moderator Johannes Jötten auf den Punkt, was die Politiker und die Leiterin des Jugendtreffs den Jugendlichen an diesem Abend zeigen wollten. „Ihr dürft fordern, wer nicht fragt, dem ist das Nein sicher“, betont Mario Strehlow.

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