Chor Singfonie feiert 25-jähriges Bestehen
Name ist mit Leben gefülltes Motto

Nienborg -

Zahlreiche musikalische Leckerbissen und Überraschungen erklingen am Sonntag (11. März) in der St.-Peter-und-Paul-Kirche. Um 17 Uhr lädt der Chor Singfonie zu seinem Jubiläumskonzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens ein.

Donnerstag, 08.03.2018, 06:03 Uhr

Zum Weihnachtskonzert 1998 in der St.-Peter-und-Paul-Kirche trat der Nienborger Jugendchor sowohl mit Mädchen als auch Jungen auf.
Zum Weihnachtskonzert 1998 in der St.-Peter-und-Paul-Kirche trat der Nienborger Jugendchor sowohl mit Mädchen als auch Jungen auf. Foto: privat

Irmgard Tillmann gründete 1993 den Jugendchor. In zweieinhalb Jahrzehnten hat es einige Veränderungen gegeben. Dazu gehören viele neue Mitglieder, Generationswechsel und zwei weitere Chorleiter.

„Ich habe das vorher in Gemen gemacht. In Nienborg gab es keinen Jugendchor. Das lag mir immer sehr am Herzen“, erinnert sich Irmgard Tillmann. Bei Pfarrer Wilhelm Niehaves traf sie auf offene Ohren. Sie war überrascht über die große Resonanz. Zu den ersten Proben kamen bereits 15 Sängerinnen. „Den ersten Auftritt hatten wir am Patronatsfest“, blickt die damalige Chorleiterin auf den ersten, etwas kurzfristigen Einsatz zurück.

Kurz darauf traten die ersten Jungen dem Chor bei. Anfänglich sangen sie überwiegend geistliche Musik. Sie gestalteten zunächst Jugendmessen, die Erstkommunionfeier und die Anbetung. Später kamen Hochzeiten und Ehejubiläen hinzu. Einige Jahre ging der Chor mit Pater Wilhelm vom Kloster Bardel und dem Brasilienkreis als Musikgruppe auf Tournee.

Auf Irmgard Tillmann folgte zehn Jahre später Marina Mieling . Die Orgel- und Keyboardspielerin trat dem Chor wenige Jahre nach der Gründung bei und übernahm intuitiv die Aufgabe der Chorleitung. „Wir haben damals auf der Landesgartenschau in Gronau auf der Bühne gesungen“, erinnert sie sich an ihren ersten großen Auftritt als Chorleiterin.

Sie übergab den Dirigentenstab vor sieben Jahren an Ramona Lammers. Trotz ihres Wegzugs aus ihrem Heimatort im vergangenen Jahr ist sie dem Chor als Sängerin und im Vorstand treu geblieben. „Einmal in der Woche ist Nienborg Pflichtprogramm“, hebt Marina Mieling die Chorgemeinschaft hervor.

Vor fünf Jahren erfolgte die Umbenennung in Singfonie. Die Anfangsbuchstaben stehen für „Singen, Inspiration, Gemeinschaft, Freude, Originalität, Nienborg, Instrumente, Einzigartigkeit“ – das mit viel Leben gefüllte Chormotto.

„Ramona Lammers geht mit sehr viel Herzblut zu Werke“, zollt Irmgard Tillmann ihrer Nachfolgerin ein großes Lob. Vor einigen Jahren absolvierte sie den Kurs „Leitung von Jugendchören“, Ende des vergangenen Jahres erwarb sie die Qualifikation C1 an der Landesmusikakademie. Dort erhielt sie das nötige Handwerkszeug, das sie bei ihren 25 Sängerinnen und Lukas Hinkers gerne einsetzt. Der einzige Mann in der Frauendomäne begleitet den Chor am Piano.

„In unserem Chor finden sich seit Beginn an Menschen zusammen, die gerne gemeinsam singen und musizieren. Wir haben sehr viel Spaß“, sagt die zweifache Mutter, die auch zu den Gründungsmitgliedern zählt.

Im Laufe der Jahre hat sich der Chor ein umfangreiches Musikrepertoire erarbeitet. Neben klassischen und modernem kirchlichen Liedgut hat der Chor auch Popsongs, Evergreens, mehrstimmigen Chorgesang und Solisten-Darbietungen.

Beim Jubiläumskonzert nimmt der Chor das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. „Wir werden auch einige Wünsche von Irmgard Tillmann und Marina Mieling und einigen Mitgliedern singen und haben sicher auch die eine oder andere Überraschung in einer stimmungsvoll beleuchteten Kirche auf dem Programm“, verspricht Ramona Lammers. Bei einigen Stücken erhält der Chor Unterstützung von kräftigen Männerstimmen und Instrumentalisten.

Dabei ist der Chor mehrsprachig unterwegs. „Es gibt auch etwas zum Mitsingen“, lädt der Chor die Besucher ein, bei „Über sieben Brücken musst Du gehen“ mit einzustimmen. Marina Mieling freut sich auf „California Dreaming“. Dieses Lied sang der Chor auf der Landesgartenschau im Jahre 2003.

In den vergangenen beiden Jahren war der Chor Grundlage für einen Projektchor, der jeweils den letzten Abend im Lebendigen Adventskalender der Kirchengemeinde Heilig Kreuz gestaltete.

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