Jazzakademie Heek
Musik per Handzeichen

Nienborg -

Die Landesmusikakademie (LMA) lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Dabei setzt sie beachtenswerte Akzente. So auch bei der Jazzakademie, die vom 6. bis 13. Mai 47 Teilnehmer und hoch qualifizierte Dozenten nach Nienborg lockt. Mit Vincent Lê Quang ist erstmals ein Soundpainter dabei.

Mittwoch, 25.04.2018, 18:04 Uhr

Die Jazzakademie kann beginnen. Auf eine interessante Woche freuen sich LMA-Direktorin Antje Valentin, Bildungsreferent Bernhard van Almsick (M.) und Andre Könning (r.) Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle in Nienborg. Die Sparkasse ist Partner bei der Jazzakademie.
Die Jazzakademie kann beginnen. Auf eine interessante Woche freuen sich LMA-Direktorin Antje Valentin, Bildungsreferent Bernhard van Almsick (M.) und Andre Könning (r.) Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle in Nienborg. Die Sparkasse ist Partner bei der Jazzakademie. Foto: Rupert Joemann

Beim Soundpainting findet nach fest vereinbarten Handzeichen eine organisierte Improvisation statt, so LMA-Direktorin Antje Valentin am Mittwoch im Pressegespräch. „Es ist so wie beim Polizisten, der den Verkehr regelt“, erklärte LMA-Bildungsreferent Bernhard van Almsick. Über 1000 Handzeichen gibt es. „Die werden sicherlich nicht alle eingeübt“, sagte Valentin schmunzelnd.

Mit dem Pariser Vincent Lê Quang hat sich die Landesmusikakademie einen der renommiertesten Soundpainter überhaupt eingeladen. Auf die Ergebnisse dürfen sich die Besucher des Abschlusskonzerts am 12. Mai (Samstag) freuen. Um 19.30 Uhr treten im Konzertsaal des Musikzentrums Dozenten und Teilnehmer gemeinsam auf.

Das Team um LMA-Direktorin Antje Valentin setzt bei der Jazzakademie den Schwerpunkt auf die Nachwuchs-Förderung. Deshalb gibt es am 10. Mai (Donnerstag) ein Sonderkonzert zweier geförderter Nachwuchs-Ensembles.

„Der Jazz hat in Deutschland unglaublich an Bedeutung gewonnen“, hat Antje Valentin festgestellt. Dem trägt auch die Landesmusikakademie Rechnung. In den Herbstferien bietet die LMA eine Junior-Jazzakademie für unter 16-Jährige an. „Wir spannen einen großen Jazz-Bogen über das ganze Jahr“, so die LMA-Direktorin.

Die LMA hat neue Dozenten (Ryan Carniaux, Steffen Schorn, Jost Patočka,) eingeladen, hat aber auch am im vergangenen Jahr umgestellten Konzept gefeilt.

Früher stand die Jazzakademie unter der künstlerischen Leitung von Jiggs Whigham. Der US-Amerikaner wurde 1979 erster Professor und Leiter der Jazz-Abteilung der Hochschule für Musik Köln. Es war die erste Einrichtung für Jazz an einer deutschen Hochschule. Whigham ist somit Vorreiter der Jazz-Ausbildung.

Statt eines künstlerischen Leiters setzt die LMA jetzt auf Dozenten mehrerer Musikhochschulen. „Wir wollen damit die Hochschulen in Kontakt bringen. Ein solches Forum gibt es nicht“, so Bernhard van Almsick. Durch die Hochschuldozenten sei viel musikalische Qualität vorhanden. „Wir wollen die künstlerische Kompetenz nur noch steuern“, erklärte Bildungsreferent van Almsick den veränderten Ansatz für die Jazzakademie.

Wie verbunden Jiggs Whigham der Landesmusikakademie weiter ist, zeigt sich daran, dass er dem Jazzbeirat der Akademie angehört und wieder als Dozent sein Wissen weitergibt.

Die Dozenten der Jazzakademie stellen am 6. Mai (Sonntag) um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Musikzentrums bei einem Konzert ihre Improvisationskünste unter Beweis. Am 11. Mai stellen die teilnehmenden Sängerinnen und Sänger, begleitet von Teilnehmer-Bands, die Songs vor, an denen sie während des Workshops gearbeitet haben.

Der Eintritt zum Dozentenkonzert kostet 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Für unter 18-Jährige ist der Eintritt frei. Zu den anderen drei Konzerten ist der Eintritt für alle Gäste frei.

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