Alexa Kemper folgt Birgitta Metz als Leiterin der Offenen Ganztagsschule
Wechsel in der OGS-Führung

Nienborg -

„Ich werde reisen. Mit meinem Lebensgefährten und in einem Wohnmobil. Und das nicht mehr zur teuersten Zeit des Jahres, in den Ferien“, antwortet Birgitta Metz ohne lange nachzudenken auf die Frage, was sie nun mit ihren vielen freien Stunden anfangen wird.

Donnerstag, 12.07.2018, 19:01 Uhr

Derzeit arbeitet die bisherige OGS-Leiterin Birgitta Metz (r.) ihre Nachfolgerin Alexa Kemper in die Aufgaben ein.
Derzeit arbeitet die bisherige OGS-Leiterin Birgitta Metz (r.) ihre Nachfolgerin Alexa Kemper in die Aufgaben ein. Foto: Susanne Menzel

Zwölf Jahre war die 62-Jährige für die Koordination innerhalb des Offenen Ganztages an der Bischof-Martin-Grundschule zuständig. „Ein Jahr, nachdem die OGS hier installiert worden ist, bin ich zum Team gestoßen“, erinnert sich die Ramsdorferin. Auf eine Initiativbewerbung beim Kreis Borken hat dieser reagiert und sich für Birgitta Metz entschieden, die zuvor einen Jugendtreff in Ramsdorf geleitet hatte.

Jeden Tag rund 30 Kilometer hin – und wieder zurück. „Ich hab’s gern getan, die Arbeit hat mir Spaß gemacht“, sagt die scheidende OGS-Verantwortliche. Vor allem die Aufgabenvielfalt habe sie gereizt – und erfüllt. „Teamführung, Planung der Angebote sowie die der Jahresabläufe, Verwaltungsaufgaben, aber auch die Netzwerkarbeit mit den verschiedensten Stellen, die Lernförderung, die Absprache mit Trägern, Jugendhilfe und Schule wie auch die Nutzung des Bildungs- und Teilhabepaketes fielen in meinen Bereich“, zählt die agile Frau auf. Eigentlich sollte dieses Pensum in 23 Wochenstunden erledigt werden: „Mitunter ist bei dem Umfang auch so manche Stunde mehr draufgegangen“, verrät Metz.

Zehn Mitarbeitende zählt die Offene Ganztagsschule in Nienborg inzwischen, dazu kommen fünf Honorarkräfte. Und eine Lesemutter, die sich ehrenamtlich engagiert. „Beim Ehrenamt ist der Bedarf zwar nach wie vor hoch, die Bereitschaft allerdings gesunken“, bedauert Metz.

Gestiegen ist dagegen die Akzeptanz der Betreuungsform: „Als wir seinerzeit hier im ländlichen Umfeld an den Start gegangen sind, wurde das schnelle Ende der OGS gleich in einem Atemzug mit vorausgesagt“, berichtet Birgitta Metz.

Eingetreten ist das Gegenteil: „Wir sind eine der wenigen Gemeinden mit einem Anteil von über 50 Prozent Betreuungskindern“, ist die Ramsdorferin sichtlich stolz auf diese Zahlen.

Momentan arbeitet Birgitta Metz ihre Nachfolgerin Alexa Kemper ein, vierfache Mutter und waschechte Nienborgerin. Die 49-Jährige dürfte vor allem schon einigen Eltern von (noch-)Kindergartenkindern bekannt sein, ist sie doch bis Ende Juli noch als Erzieherin in der Kita St. Peter und Paul unter Vertrag.

Am 1. August erfolgt dann der Wechsel zur OGS. Und Erzieherin ist übrigens nicht der einzige Beruf, den Alexa Kemper erlernt hat: „Zuvor hatte ich eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und in dem Metier auch zwölf Jahre gearbeitet“, sagt Kemper.

Medizinisch wie pädagogisch vorgebildet – beste Voraussetzungen also für die OGS-Arbeit. Die kennt Alexa Kemper schon aus Mutter-Sicht. Die jüngste, siebenjährige Tochter ist dort ebenfalls angemeldet.

Zunächst einmal, so versichert die neue Koordinatorin, werde sie sich jetzt einarbeiten und die Arbeit von Birgitta Metz wie gewohnt fortführen. Die hat in weiser Voraussicht die Jahresplanung vor ihrem Ausscheiden bereits komplett fertiggestellt, um ihrer Nachfolgerin den Einstieg zu erleichtern. Jetzt allerdings legt sie zu Ferienbeginn den Stift aus der Hand, greift zum Reiseführer und zur Modelliermasse („Ich habe mal sieben Jahre als Kunsthandwerkerin gearbeitet.“) und genießt die nun für sie nicht mehr endenden Ferien.

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