Schützen- und Heimatverein St. Ludgerus will alte Schreinerei Leusbrock abbauen
Die Zukunft ist noch ungewiss

Heek -

Der Schützen- und Heimatverein St. Ludgerus will Teile der alten Schreinerei Leusbrock abbauen und lagern. Das erklärte Präsident Ralf Münstermann am Dienstag im Gemeinderat. Ob die Scheune an einem anderen Ort später wieder aufgebaut werden kann, steht noch nicht fest.

Freitag, 27.07.2018, 06:00 Uhr

Der Schützen- und Heimatverein St. Ludgerus will die alte Schreinerei Leusbrock abbauen und zunächst erst einmal lagern.
Der Schützen- und Heimatverein St. Ludgerus will die alte Schreinerei Leusbrock abbauen und zunächst erst einmal lagern. Foto: Rupert Joemann

„Es ist schwierig, ein Nutzungskonzept zu erstellen“, sagte Münstermann . Das ist jedoch Voraussetzung für eine weitere Verwendung. Ziel sei es aber zunächst, die Materialien zu sichern. Der Eigentümer habe signalisiert, dass die abgetragenen Elemente einige Zeit auf dem Gelände gelagert werden könnten, so Münstermann.

Wie sich in der Diskussion herausstellte, stockten die Planungen im Verein, „weil sich keiner den Hut aufsetzt“, so SPD-Ratsherr Hermann-Josef Schepers.

Nach Angaben der Sozialdemokraten liegt dem Eigentümer eine Abbruchgenehmigung vor, sodass der Abbau demnächst erfolgen müsste.

Mitglieder des Schützen- und Heimatvereins hatten sich in Altenberge beim dortigen Heimatverein über mögliche Nutzungen eines solchen Gebäudes informiert.

„Ich sehe uns als Helfer, nicht als Umsetzer des Projekts“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. „Schon am 12. Juli 2017 waren wir uns einig, dass ein Konzept fehlt“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Walter Niemeyer. Er verstehe den Antrag der SPD nicht, so Niemeyer, weil sich an der Situation nichts geändert habe.

Die SPD hatte beantragt, die Verwaltung solle mit dem Eigentümer der Schreinerei und dem Heimat- und Schützenverein Gespräche führen, um einen zeitnahen Abbau der erhaltenswerten Teile durchzuführen, sie gegebenenfalls einzulagern und mögliche Kosten zu ermitteln. „Im zweiten Schritt müsste ein geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt werden und der Aufbau eingeleitet werden“, heißt es in dem SPD-Antrag als Beschlussvorschlag. Eventuell in diesem Jahr anfallende Kosten müssten außerplanmäßig bereitgestellt werden, so die SPD.

Den Antrag lehnte die CDU ab. Der Rat könne doch keinen Blankoscheck ausstellen, „ohne dass man die Kosten kennt“, so Walter Niemeyer.

CDU-Ratsherr Mario Strehlow wies darauf hin, dass die CDU immer ihre Unterstützung zugesagt habe. Das gelte auch weiterhin. So stimmte der Rat mit den Stimmen der CDU Walter Niemeyers Antrag zu, die Verwaltung zu beauftragen, dem Schützen- und Heimatverein bei Bedarf zu helfen.

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