Förderverein der Grundschule lädt Erstklässler ein
Burgführung mit Gänsehaut inklusive

Nienborg -

„Wie gut kennst du Nienborg?“ Diese Frage stellte der Förderverein der Bischof-Martin-Grundschule den Erstklässlern und lud sie am Donnerstag zu einer Burgführung ein.

Montag, 01.10.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 07:00 Uhr
Albert Bömer erklärt den Erstklässlern das Nienborger Wappen mit der Wolfstatze.
Albert Bömer erklärt den Erstklässlern das Nienborger Wappen mit der Wolfstatze. Foto: Förbi

Burgführer und Heimatkundler Albert Bömer führte die Kinder durch das alte Burgtor und erklärte die Tafel mit dem Wappen der Wolfstatze. Beim „Wilden Bernd“ mussten die Kinder lachen, denn dieser wünschte sich für seine Heldentaten: „Frie fisken, frie jagen und frie schieten in’n Grawen“. Auch das Modell der alten Burganlage sowie das Denkmal des Erbauer Nienborgs, Fürstbischof von Münster, Hermann II. von Katzenelnbogen , fanden großes Interesse, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Auf der Keppelborg empfing Maria vom Hove die Gruppe und gewährte Einblick in ihren wunderschönen Garten. Bestaunen konnten die Kinder Reste der alten Burgmauer, die Schießscharten in den Gemäuern und die Latrine. In großen Ziffern steht dort 1702. Vorbei an der Alten Schule erkundeten die Schüler das Lange Haus. Zu Bestaunen gab es den Gewölbekeller und den alten Hausbrunnen, der ihren Vorfahren bei einem Angriff das Überleben sicherte.

Weiter ging es zum Hohen Haus, dem früheren Wohnsitz des Baron von Bönninghausen. Dort fand im Jahre 1634, beim Angriff durch die Hessen, der große Endkampf statt. Den Kindern lief ein Schauer über den Rücken, denn dort, wo sie gerade standen, verloren viele Ritter ihr Leben.

Auf der Rückseite des Hohes Hauses zeigte Albert Bömer den Kindern die Eingangstüre der Bischöfe, die sich in drei Metern Höhe befand und nur über eine Leiter zu erreichen war. Das Untergeschoss des Hohen Hauses hatte nämlich weder Türen noch Fenster, lediglich die Schießscharten.

Nach einem interessanten Nachmittagsprogramm, bei dem die Kinder auch noch einen Schatz finden konnten, den Mitglieder des Fördervereins versteckt hatten, empfingen die Eltern ihre gut gelaunten Kinder.

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