Neues Gutachten für das Eichenstadion
Wasser auf dem zweiten Spielfeld versickert schlechter – trotz Drainage

Nienborg -

Es könnte eng werden für die Firma, die vor einigen Jahren die Arbeiten auf dem zweiten Spielfeld des Eichenstadions durchgeführt hatte. Seit vier Jahren kämpft der Verein mit dem Problem, dass auf dem Platz das Wasser nicht richtig abfließt. Das neue Gutachten zeigt nun, dass die Versickerung auf dem Spielfeld nicht nach den DIN-Vorschriften funktioniert.

Freitag, 07.12.2018, 17:32 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 17:34 Uhr
Im Sommer ist das zweite Spielfeld erneut untersucht worden.
Im Sommer ist das zweite Spielfeld erneut untersucht worden. Foto: Martin Mensing

Es könnte eng werden für jene Firma, die vor einigen Jahren die Arbeiten auf dem zweiten Spielfeld des Eichenstadions in Nienborg durchgeführt hatte. Seit vier Jahren kämpft der Verein mit dem Problem, dass auf dem Platz das Wasser nicht richtig abfließt. Und das neu erstellte Gutachten belegt nun, dass die Versickerung auf dem Spielfeld tatsächlich nicht nach den DIN-Vorschriften funktioniert. Im Gegenteil, wie die Ausführungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Reinhard Brunsch am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss zeigten.

Brunsch berichtete mit Bezug auf den SPD-Antrag von einigen Ergebnissen des Gutachtens, die teilweise auch in der Sitzungsvorlage standen. Demnach versickert das Wasser auf dem ersten Platz mit gewachsenen Bodem und ohne Drainage sogar besser als auf dem Platz, wo die Drainage ist. „Das sind strenge Indizien dafür, dass Fehler gemacht worden sind“, sagte Brunsch. Nun sei zu klären: Wer ist dafür verantwortlich?

Und Brunsch stellte noch weitere Fragen an die Verwaltung. Erstens: „Bevor die Ausschreibung im Frühjahr 2014 getätigt wurde, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Ist dieses Gutachten verbindliche Grundlage für die Erstellung der Ausschreibung gewesen?“ Zweitens: „Sind die Ausschreibungen im Einklang mit dem Gutachten, das erstellt wurde, und ist die Umsetzung der Firma im Einklang mit der Ausschreibung?“

Drittens wollte Brunsch wissen: „War der Gutachter der Gleiche wie jener, der in diesem Jahr ein neues Gutachten für das zweite Spielfeld erstellt hat?“

Direkt hatte Bauamtsleiter Herbert Gausling keine Antworten auf diese Fragen. „Das Gutachten von 2014 ist mir ad hoc nicht geläufig.“ Laut Gausling wird aus einem Gutachten ein Leistungsverzeichnis entwickelt, daraus entsteht die Ausschreibung sowie der Vertrag mit der ausführenden Firma. Wichtig sei nun zu klären: Stimmte die Ausführung mit dem Leistungsverzeichnis überein?

Viele Fragen, die auf die Verwaltung einprasselten und nun zu klären sind. Voraussichtlich am 19. Dezember will sich die Gemeinde mit der zuständigen Firma treffen. Gleichzeitig will sie rechtlichen Rat einholen, um zu prüfen, inwieweit die ausführende Firma nun nachbessern muss und inwieweit sie Schadenersatzansprüche durchsetzen kann, da der Sportplatz in den vergangenen Jahren nur eingeschränkt nutzbar war.

CDU-Fraktionsmitglied Hermann Mers sparte ebenfalls nicht mit Kritik an der ausführenden Firma. Diese hat seinen Ausführungen nach auch in Ahle den Platz gemacht sowie den Wilden Bernd aufgestellt. „Das hat auch nicht funktioniert. Da passt was nicht,“ sagte Mers. „Wir arbeiten laufend hinterher.“

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff machte jedoch deutlich, dass es nicht so einfach sei, eine Firma wegen eines Verdachts nicht mehr zu beauftragen. „Es ist schwer, sie nicht zu nehmen, wenn sie das wirtschaftlichste Angebot hat und ihre fehlerhafte Arbeit nicht belegt oder juristisch geklärt ist.“

Der Platz im Eichenstadion wird vorerst bis zum Ende des Jahres gesperrt. „Ab Ende Januar, Anfang Februar brauchen wir ihn aber unbedingt“, hob der Vorsitzende von Rot-Weiß Nienborg, Martin Mensing, hervor. Eine schnelle Lösung muss also her. Und dafür bedarf es viele Antworten auf drängende Fragen.

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