Adventssingen am Langen Haus
Projektchor vereint Dörfer

Nienborg -

Die Kirchturmuhr schlägt 19 Uhr. Es riecht nach heißem Apfelsaft, Glühwein und Bratwürstchen. Die Kinder toben wild herum und die Sängerinnen und Sänger des Projektchors gehen auf ihre Positionen. Regenschirm an Regenschirm reihen sich die Zuhörer vor dem Langen Haus auf.

Mittwoch, 26.12.2018, 00:00 Uhr
Nicht nur die Zuhörer haben sich mit Regenschirmen aneinandergereiht, sondern auch die Sängerinnen und Sänger des Projektchors. Zum dritten Mal luden sie am 23. Dezember zum Adventssingen auf die Burg ein.
Nicht nur die Zuhörer haben sich mit Regenschirmen aneinandergereiht, sondern auch die Sängerinnen und Sänger des Projektchors. Zum dritten Mal luden sie am 23. Dezember zum Adventssingen auf die Burg ein. Foto: Sarah Vortkamp

Seit Oktober probt der Projektchor, der von dem Chor Singfonie initiiert wurde, für den großen Tag. Mittlerweile zum dritten Mal gestaltet dieser das 23. Türchen des Lebendigen Adventskalenders in der Gemeinde. Rund 200 Besucher nutzten am Sonntag die Chance, sich zum Abschluss der Adventszeit auf Weihnachten einzustimmen. Erneut geht der Erlös an die Aktion Lichtblicke.

„Wir haben den Aufruf für den Projektchor von Singfonie in der Zeitung gelesen und wollten auch mitmachen“, erzählt Ulla Hoeksema. Gemeinsam mit ihrer Freundin Christiane Wigger sind sie zum ersten Mal dort. „Wenn es nächstes Jahr erneut stattfindet, sind wir gern wieder dabei, es hat sehr viel Spaß gemacht“, ergänzt Wigger. Neben den beiden Eggeroderinnen haben auch Ahauser, Eperaner, Schöppinger, Heeker und eine Mesumerin zwischen 14 bis Mitte 60 teilgenommen. So tummeln sich unter den Gästen auch Zuhörer aus den umliegenden Dörfern.

Mit Bravour singt der Projektchor seine einstudierten Lieder. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. So erklingt unter anderem das dreistimmige „Maria durch ein Dornenwald ging“, das plattdeutsche „De Wiehnachtstied is kuommen“ und die „Dezemberträume“ von Rolf Zukowski. Auch die Kinder fordert die Chorleiterin Ramona Lammers auf, kräftig mitzusingen – und laut ertönt „Dicke Rote Kerze“ und „In der Weihnachstbäckerei“. Bei einer so großen Bandbreite an Liedern und so vielen Teilnehmern, von denen manche das erste Mal singen, sei es nicht so einfach, bis sich der Klang bildet, erklärt Lammers.

Das Publikum hört von diesen Herausforderungen indes nichts. Nur das Klatschen mit Regenschirm in der Hand ist nicht ganz einfach. „Die Musik bringt richtige Weihnachtsstimmung. Außerdem wohne ich jetzt in Nienborg und will alles mitnehmen, was geht“, sagt Besucherin Nadine Mensing und stößt mit ihren fünf Freundinnen mit Glühwein an. „Dafür, dass so ein schlechtes Wetter ist, sind einige gekommen. Das wäre in der Stadt bestimmt nicht so“, glaubt Nadine Mensing.

Wetterfeste Lampen, Boxenüberzüge, Regenschirme und ein kleiner Pavillon schützen derweil die Ton- und Lichttechnik. „Man hört die Regentropfen auf den Mikrofonen, daher schalten wir die Mikros zwischen den einzelnen Liedern aus“, erklärt Justin Becker von der Firma PMA Veranstaltungstechnik, die an dem Abend für die Technik zuständig ist. Weder die Sänger und Zuhörer noch die Techniker lassen sich also von dem Regen die weihnachtliche Stimmung vermiesen.

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