Hohe Nachfrage in beiden Ortsteilen
Bauplätze in Heek werden knapp

Heek -

In der Gemeinde Heek wird rege gebaut – und das schon seit mehreren Jahren. Doch die Nachfrage ist weiterhin da. Daher denkt die Gemeinde bereits über weiteres Bauland nac.

Dienstag, 08.01.2019, 19:00 Uhr
In Heek wird rege gebaut. Das zeigt etwa dieses Bild aus dem Geodatenatlas des Kreises Borken. Dort ist die Entwicklung des Baugebietes Hoffstätte zu sehen
In Heek wird rege gebaut. Das zeigt etwa dieses Bild aus dem Geodatenatlas des Kreises Borken. Dort ist die Entwicklung des Baugebietes Hoffstätte zu sehen Foto: Geodatenatlas Kreis Borken

In der Gemeinde Heek wird rege gebaut – und das schon seit mehreren Jahren. Eindrucksvoll beweisen das neue Luftaufnahmen des Geodatenatlas’ des Kreises Borken aus dem Frühjahr 2018: Wo 2015 noch eine grüne Wiese war, stehen mittlerweile zahlreiche Häuser im Baugebiet Strothbach. Auch im Bereich des Baugebietes Hoffstätte hat sich einiges getan. Mittlerweile stehen schon Grundstücke im fünften Bauabschnitt zum Verkauf.

Die Grundstücke im Baugebiet Hoffstätte werden ab einem Preis ab 60 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten angeboten, allerdings nur für junge Familien bzw. Familien in Gründungsphase. Und die Nachfrage ist weiterhin da. Anfang Januar standen noch fünf Baugrundstücke zur Verfügung, „aber das ändert sich fast täglich“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Nachfrage. Manchmal sagen einige noch kurzfristig zu, manchmal auch kurzfristig ab.

Im Baugebiet Strothbach im Heeker Süden dagegen sind beinahe alle Grundstücke vergeben. Insgesamt 55 Bauplätze ab einer Größe von 441 Quadratmeter hatte die Gemeinde dort angeboten, aktuell ist nur noch ein Grundstück nicht verkauft.

Bei der hohen Nachfrage ist es naheliegend, dass die Gemeinde bereits über weiteres Bauland nachdenkt. „Wir wollen Hoffstätte gerne in nördlicher Richtung weiterentwickeln“, sagt Gausling. Im Regionalplan ist dieser Bereich auch für die Wohnlandentwicklung ausgewiesen. Doch noch ist die Gemeinde nicht im Besitz aller möglicher Flächen. Und wäre sie das, müsste zunächst ein weiteres Vorhaben beschlossen werden, bevor erste Erschließungsarbeiten beginnen könnten. Bis es also hier zu baureifen Grundstücken kommen könnte, „dauert es mit Sicherheit zwei Jahre“, schätzt der Bauamtsleiter. Mit einigen Flächeneigentümern sei schon gesprochen worden, diese Gespräche würden nunmehr fortgeführt.

Rege Bautätigkeit in der Gemeinde Heek: Vergleich zwischen 2015 und 2018

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  • Im Jahr 2015 deutete noch nichts auf das Baugebiet in Nienborg hin.

    Foto: Geodatenatlas Kreis Borken
  • Drei Jahre später sieht es anders aus. Diese Aufnahme zeigt das Baugebiet Hoffstätte im Frühjahr 2018. Mittlerweile ist bereits der fünfte Bauabschnitt erschlossen worden.

    Foto: Geodatenatlas Kreis Borken
  • 2015 war auch im Heeker Süden im zukünftigen Baugebiet Strothbach aus der Luft nur eine grüne Wiese zu sehen.

    Foto: Geodatenatlas Kreis Borken
  • Dann hatte die Gemeinde insgesamt 55 Bauplätze ab einer Größe von 441 Quadratmeter dort angeboten. Auch hier war die Nachfrage hoch, mittlerweile ist nur noch ein Grundstück nicht verkauft. Und viele Häuser stehen bereits.

    Foto: Geodatenatlas Kreis Borken

Bis dahin gibt es womöglich noch einige kleine Flächen, auf denen Wohnhäuser entstehen könnten. Infrage käme hier etwa der ehemalige Bolzplatz im Bereich Vossberg. Hier hatte der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung dafür gestimmt, den Flächennutzungsplan so zu ändern, dass dort auch eine Wohnbebauung zulässig ist (siehe Kasten). Auch für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes Nummer 2 Bahnhofstraße votierten die Ausschussmitglieder. Im ersten Rahmenplan sind dort sechs Wohnbauplätze in einer Größe von 450 bis 600 Quadratmetern angedacht.

Planungen für Seniorenwohnanlage

Neben der möglichen sechs Wohnbauplätze ist auf dem ehemaligen Bolzplatz noch ein weiteres Vorhaben geplant: eine Wohnanlage für die Generation 55 plus. Hierfür hat die Gemeinde in einem ersten Entwurf eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern vorgesehen, auf der eine Anlage mit rund 40 Wohneinheiten möglich wäre. Dabei orientieren sich die Planungen an der schon bestehenden Seniorenwohnanlage Metelener Heide, die sich die Bauausschussmitglieder unlängst gemeinsam angesehen hatten. Vorausgegangen war ein Besuch Heeker Bürger in dieser Anlage in Metelen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rezepte für neue Wohnalternativen“. Daraufhin hatte der Bauausschuss die Verwaltung beauftragt, eine gemeindliche Fläche für die Bebauung mit einer solchen Wohnanlage vorzubereiten.„Die besondere Eignung des alten Bolzplatzes Donaustraße ergibt sich aus der Nähe zur angrenzenden Wohnbebauung sowie zur gut erreichbaren Infrastruktur im Ortsteil Heek und aus der ruhigen Wohnlage am Ortsrand“, hieß es hierzu in der Verwaltungsvorlage. Nach einem ersten Entwurf könnte die Fläche über die Donaustraße erschlossen werden. Die gefassten Aufstellungsbeschlüsse des Bauausschusses zum Flächennutzungsplan sowie zum Bebauungsplan bedeuten dabei aber nicht, dass die Wohnanlage zwingend in der Form auf dem Gebiet entstehen muss. Zunächst geht es um die Änderung des Bolzplatzes in eine Wohnbaufläche. Der nächste Schritt ist die Beteiligung der Bürger. Erneut auf die Tagesordnung der politischen Gremien könnte das Thema in der ersten Hälfte 2019 landen. „Wir wollen das relativ zügig angehen“, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling.

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