Weitere Investitionen geplant
Kreuzschule wird noch digitaler

Heek -

Mit dem I-Pad in der Hand will Informatik-Lehrer Rafael Maiwald den Mitgliedern des Schulausschusses am Mittwoch vor allem eines zeigen: Sind die Schüler erst einmal mit digitalen Geräten ausgestattet, ist so einiges damit im Unterricht möglich. Die Lehrer müssen nur Ideen haben.

Freitag, 08.02.2019, 06:00 Uhr
Wie sich digitale Medien im Unterricht einsetzen lassen, erläuterte Rafael Maiwald am Mittwochabend den Mitgliedern des Schulausschusses.
Wie sich digitale Medien im Unterricht einsetzen lassen, erläuterte Rafael Maiwald am Mittwochabend den Mitgliedern des Schulausschusses. Foto: Mareike Meiring

Mit dem I-Pad in der Hand klickt sich Rafael Maiwald von Folie zu Folie, dazwischen wechselt er immer wieder die Ansicht, zeigt erst die Iserv-App, dann die Anwendung Geogebra, eine kostenlose Mathe-App. Damit will der Informatik-Lehrer den Mitgliedern des Schulausschusses am Mittwochabend vor allem eines zeigen: Sind die Schüler erst einmal mit digitalen Geräten ausgestattet, ist so einiges damit im Unterricht möglich. Die Lehrer müssen nur Ideen haben.

32 Schüler-I-Pads gibt es derzeit in der Kreuzschule, 60 weitere stehen den Lehrern als Dienstgeräte zur Verfügung. Das Gebäude ist mittlerweile vollständig mit WLAN ausgestattet, in allen Räumen gibt es Apple-TVs, sodass die Inhalte der I-Pads ohne große Mühe direkt an die Wand projiziert werden können.

Vor allem die Iserv-App sei eine große Hilfe im Austausch zwischen Schülern und Lehrern, wie Maiwald in seiner Präsentation zeigt: Alle haben einen Zugang zu der Anwendung, können sich dort einloggen, Termine hinterlegen, Neuigkeiten ankündigen, E-Mails empfangen und verschicken, Dateien hochladen und abrufen. „An einem Tag hatten wir allein bis 14.30 Uhr 750 Zugriffe auf Iserv. Das ist schon eine ganze Menge“, sagte Maiwald. Bislang funktioniert das vorwiegend von zu Hause, entweder über den Computer oder über die privaten Handys der Schüler. „In der Schule sind die Handys aktuell noch verboten“, erläuterte der Lehrer.

Allerdings richtete er auch einige Wünsche an Politik und Verwaltung. Zum einen mit Blick auf das WLAN. „Mit aktuell 200 Mbit stoßen wir schnell an unsere Grenze“, sagte er. Dieses Problem ist auch Fachbereichsleiter Jürgen Lammers längst bekannt. „Ich habe dazu morgen ein Gespräch mit der Deutschen Glasfaser“, sagte er in der Ausschusssitzung. Dabei soll es darum gehen, auf welche Zahl die Bandbreite noch gesteigert werden kann. Im Gespräch seien aktuell 600 Mbit oder auch ein Gigabit (1000 Mbit). „Die Hardware ist für beides ausgelegt“, sagte Lammers. Ausschlaggebend seien letztlich die Kosten. Förderfähig sei eine erhöhte Bandbreite nicht, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Ebenso wünschte sich der Lehrer weitere Schulungen und Fortbildungen für sich und seine Kollegen. Hierfür sind aktuell 2000 Euro für die Kreuzschule im Haushaltsplan 2019 eingestellt.

Als nicht mehr optimal bezeichnete Maiwald zudem die Ausstattung mit den sogenannten Thin-Clients – vereinfacht gesagt Computer, für die weniger Rechenleistung und Hardware nötig sind. Mittlerweile stoßen die Schüler in ihrer Arbeit mit den Thin-Clients an ihre Grenzen, etwa, wenn sie gemeinsam mit einer Gestaltungs- oder Präsentationssoftware arbeiten wollen. Daher schlug Maiwald vor, die 65 Thin-Clients durch Mini-PCs zu ersetzen. Die Kosten für diesen Austausch beziffert die Gemeindeverwaltung mit rund 19 500 Euro.

Möglicherweise könnte die Gemeinde für einige Investitionen an den Schulen im Bereich Digitalisierung noch Fördermittel einwerben, erläuterte Lammers, etwa durch den geplanten „Digitalpakt Schule“ der Bundesregierung. Allerdings sei aktuell nicht klar, ob die Gelder aus dem Topf schon in diesem Jahr zur Verfügung stünden. Lammers regte daher an, die geplanten Investitionen ansonsten auch ohne Förderung durchzuführen.

Die Kosten für die Kreuzschule summieren sich so auf rund 32 000 Euro. Jene für die Investitionen an den Grundschulen liegen zusammen bei 38 250 Euro (siehe Kasten).

Die CDU-Fraktion stimmte für den Verwaltungsvorschlag, die SPD-Fraktion enthielt sich, da sie laut Matthias Alfert noch keine Haushaltsklausur hatte. Letztlich entscheidet der Rat aber ohnehin über den gesamten Haushaltsplan mitsamt seiner Detailpläne.

Investitionen an den Grundschulen

Die Bandbreiten an den Grundschulen reichen derzeit noch aus, wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage schreibt. Auch mit den Thin-Clients soll dort vorerst weitergearbeitet werden, da die Systeme dort verlässlich seien und nur einen geringen Wartungsaufwand hätten.Für Fortbildungen sind für die Grundschulen jeweils 500 Euro eingeplant.An der Bischof-Martin-Schule soll zudem der Server ersetzt werden, außerdem sollen 24 I-Pads inklusive Koffer fürs Aufbewahren und Laden angeschafft werden. Die hierfür nötigen Arbeitsplätze sowie WLAN sei bereits vorhanden. Die Investitionen liegen laut aktueller Schätzung bei rund 24 750 Euro.An der Alexander-Hegius-Schule sollen Arbeitsplätze, an denen Präsentationen möglich sind, vervollständigt werden sowie veraltete Geräte ersetzt werden. Erste Kostenschätzung: 13 500 Euro.Außerdem sollen die Telefonanlagen in den Grundschulen ausgetauscht werden.

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