Zeugen befürchten Absturz eines Paragliders
Suchaktion am Ende ergebnislos

Heek -

Die Zeugenaussagen sind widersprüchlich, die Polizei nimmt die Hinweise trotzdem ernst: rund 100 Feuerwehrleute, Polizeibeamte und die Besatzungen von zwei Hubschraubern haben am Sonntag stundenlang nach einem Paraglider gesucht, der – den Zeugen zufolge – möglicherweise im Bereich der Bauerschaft Averbeck abgestürzt sein könnte. Am Ende wurde die Suche ohne Ergebnis eingestellt.

Montag, 18.02.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 15:48 Uhr
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr beteiligten sich an der groß angelegten Suche.
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr beteiligten sich an der groß angelegten Suche. Foto: Klaus Wiedau

Begonnen hatte die Großaktion um kurz nach 11 Uhr: Zeugen meldeten sich bei der Polizei und gaben an, ein Kleinflugzeug oder einen Paraglider beobachtet zu haben, der sich schnell dem Erdboden genähert habe. Da ein Absturz nicht auszuschließen war, startete die Polizei eine Suchaktion, an der neben dem Feuerwehrlöschzug Heek auch die Feuerwehr Schöppingen beteiligt war. „Bisher haben wir allerdings keinen Hinweis darauf, dass sich diese Annahme bestätigt“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Marco Hoffmann (Ahaus) direkt nach Beginn der Suche gegenüber den WN.

Schöppinger Feuerwehrleute gehen unweit der Legdener Straße in die Suche.

Schöppinger Feuerwehrleute gehen unweit der Legdener Straße in die Suche. Foto: Klaus Wiedau

Die Feuerwehrleute durchkämmten verschiedene Waldstücke im Bereich der Enercon-Baustellen für Windräder. Die Feuerwehr Heek sammelte sich auf dem Marktplatz, die Schöppinger Wehr ging später von einem Wirtschaftsweg parallel zur Legdener Straße in die Suche. Ergänzend dazu suchten die Besatzungen eines Polizeihubschraubers und eines Bundeswehr-Hubschraubers verschiedene Waldstücke aus der Luft ab. Auch eine Gronauer Notärztin ging in den Einsatz, um auf diese Weise den diensthabenden Notarzt für mögliche andere Einsätze verfügbar zu halten.

Auch die Bundeswehr beteiligte sich mit einem Hubschrauber an der Aktion.

Auch die Bundeswehr beteiligte sich mit einem Hubschrauber an der Aktion. Foto: Klaus Wiedau

Später berichtete eine weitere Zeugin, dass der Paraglider sich nach ihren Beobachtungen zwar schnell dem Boden genähert, sich dann aber wieder „hochgehangelt“ habe. Indes: Eine sichere Landung oder einen Absturz hatten weder sie noch die anderen Zeugen gesehen.

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass am Sonntagmorgen keine Paraglider an den Flughäfen Stadtlohn-Wenningfeld und Metelen gestartet waren. Auch Luftsportvereine wurden im Rahmen der Suche kontaktiert. Allerdings können Piloten mit diesen Fluggeräten beinahe überall abheben und landen, was im konkreten Fall die Identifizierung des Fluges erschwerte. Hinzu komme, dass die Flugmanöver von Paraglidern für Passanten durchaus gefährlich aussehen können, wie die Polizei in Erfahrung brachte. Um kurz nach 14 Uhr am Sonntag entschieden die Einsatzkräfte dann, die Suche bis auf Weiteres einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Suchmaßnahmen ergebnislos verlaufen, teilte die Polizei mit. Sollte ein Paraglider zur fraglichen Zeit im Bereich Heek unterwegs gewesen und unversehrt sein, wird er gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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