Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss
Startschuss für Umgestaltung des Marktplatzes vertagt

Heek -

Diskutiert wird über die Umgestaltung des Marktplatzes in Heek schon lange. Nun landete das Thema erneut auf der Tagesordnung, dieses Mal am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss. Beschlossen wurde aber noch nichts.

Donnerstag, 28.02.2019, 19:13 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 15:06 Uhr
Rund um den Schlöffken-Kerl soll sich einiges tun auf dem Marktplatz. Erster Baustein ist die Umgestaltung am Epping‘schen Hof.
Rund um den Schlöffken-Kerl soll sich einiges tun auf dem Marktplatz. Erster Baustein ist die Umgestaltung am Epping‘schen Hof. Foto: rmj

Diskutiert wird über die Umgestaltung des Marktplatzes in Heek schon lange: Studenten der Hochschule Osnabrück hatten 2016 Ideen vorgestellt, daraufhin hatte das Planungsbüro Hoff ein Umsetzungskonzept entwickelt und Mitte 2017 im Bauausschuss vorgestellt. Und Anfang 2018 beauftragte dieser Ausschuss die Verwaltung, schon einmal mit den Detailplanungen für den ersten Teilabschnitt am Epping‘schen Hof zu beginnen. Dafür stellte er 40 000 Euro im Haushalt bereit. Doch passiert ist bislang noch nichts. Nun landete das Thema erneut auf der Tagesordnung, dieses Mal am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss.

Unter anderem soll der Eingang zum Epping‘schen Hof aufgewertet und hinter den Schlöffken-Kerl verlegt werden. Zudem soll die Bepflanzung verändert werden, es sollen neue Sitzgelegenheiten geschaffen werden, die Mülltonnen sollen versetzt und durch Hecken und Sträucher kaschiert werden. Trotz dieser weitreichenden Planungen ging die CDU-Fraktion aber am Mittwochabend noch einmal einen Schritt zurück.

„Wir wollen alle, dass der Marktplatz aufgewertet wird“, machte Ingo Trawinski ( CDU ) deutlich. Trotzdem sehe die CDU-Fraktion das Thema kritisch. Erstens fehle der Fraktion ein Gesamtkonzept, zweitens befürchte sie, dass durch die ebenfalls nötige Sanierung der Ahler und Brinkstraße der neu gestaltete Marktplatz beschädigt werde. Denn die Baumaterialien hierfür sollen auf dem Marktplatz gelagert werden. Drittens gebe es andere Punkte, die höhere Priorität hätten. Auch, wenn es für die Umgestaltung in diesem Jahr Förderungen gebe, „müssen wir überlegen, ob die Gelder dann sinnvoll investiert werden“, sagte Trawinski. Die CDU-Fraktion regte daher an, die Maßnahme womöglich zurückzustellen und mit dem Startschuss zu warten, bis die anliegenden Straßen saniert ist.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhard Brunsch ( SPD ) dagegen sagte, die SPD mache die Entwicklung abhängig davon, ob es Förderungen für die Maßnahme gebe. „Wenn ja, sollten wir mit dem ersten Baustein anfangen“, sagte Brunsch. Auf dem Marktplatz könnten dann ja trotzdem Baumaterialien gelagert werden. Parallel dazu solle aber schon jetzt geklärt werden, inwieweit die Anlieger an der Sanierung der Ahler und Brinkstraße beteiligt würden (siehe Kasten).

Sanierung der Ahler Straße und der Brinkstraße

Der Bauausschuss hatte in seiner letzten Sitzung auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig beschlossen, insgesamt 20 000 Euro für die Planung zur Sanierung der Ahler und der Brinkstraße in den Haushalt einzustellen. Nach Möglichkeit soll mit der Sanierung 2020 begonnen werden, sofern die Ampelanlage an der B 70 dann fertig ist. Die Brinkstraße sei Ende der 80er-Jahre abgerechnet worden, sagte Kämmerer Heinz-Gerd Lenfers in der Sitzung des Hauptausschusses. Bei der Ahler Straße hänge die Beteiligung der Anlieger von der Maßnahme ab. „Wenn es eine Sanierung ist, wird die Maßnahme bei der Gemeinde Heek anzusiedeln sein“, sagte Lenfers. Um zu sehen, was verkehrstechnisch nötig und möglich ist, werde die Gemeinde einen Verkehrsplaner beauftragen, sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Der Planungsauftrag sei bereits raus, erläuterte Bauamtsleiter Herbert Gausling.

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Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff zeigte sich „überrascht“ von der Reaktion der CDU. Im Bauausschuss sei über das Konzept und die einzelnen Bausteine gesprochen worden, „eigentlich sollte der erste Baustein schon im letzten Jahr umgesetzt werden“, sagte Weilinghoff. „Wir waren dann aber in andere Maßnahmen involviert.“ Seiner Ansicht nach werde der Parkplatz durch die Umgestaltung am Epping‘schen Hof nicht tangiert, „die Angst vor Beschädigungen sehe ich da so nicht“, so Weilinghoff. „Der erste Baustein war der Versuch, bei der Umgestaltung einen Schritt weiterzukommen.“ Er äußerte die Befürchtung, „man will das Konzept insgesamt gar nicht“. Das hingegen verneinte die CDU-Fraktion.

Ingo Trawinski zeigte sich irritiert von der Aussage, dass ein Gesamtkonzept schon einmal vorgestellt worden sei. Zwar sei im Bauausschuss darüber gesprochen worden, nicht jedoch im Rat oder bei einer weiteren Bürgerversammlung.

Die CDU-Fraktion regte daher an, die Vorstellung des Gesamtkonzepts im Rat nachzuholen. Diesem Vorschlag folgten auch die restlichen Ausschussmitglieder. Sie einigten sich darauf, das Thema vorerst zu vertagen und das Gesamtkonzept noch einmal im Rat zu diskutieren. Möglicherweise sind dann auch die Pläne für die Straßensanierung schon konkreter.

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