Bundesvorstand der Jungen Union
Wermer entschließt sich kurzfristig zur Kandidatur

Nienborg -

Eine 20-minütige Unterbrechung während des Deutschlandtags der Jungen Union hatte Heike Wermer am Samstag genutzt, um ihren Hut für eine Kandidatur um einen von vier Stellvertreter-Posten in den Ring zu werfen. Mit Erfolg.

Montag, 18.03.2019, 17:18 Uhr
Die Nienborgerin Heike Wermer hatte sich während einer Sitzungsunterbrechung entschieden, als stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union zu kandidieren.
Die Nienborgerin Heike Wermer hatte sich während einer Sitzungsunterbrechung entschieden, als stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union zu kandidieren. Foto: Junge Union

Eine 20-minütige Unterbrechung während des Deutschlandtags der Jungen Union (JU) hat Heike Wermer genutzt, um ihren Hut für eine Kandidatur um einen von vier Stellvertreter-Posten in den Ring zu werfen. Am Ende wurde die CDU-Landtagsabgeordnete aus Nienborg auch gewählt (WN berichteten).

„Das war eine kurzfristige Überlegung“, sagte am Montag die 30-Jährige. Mit Tilman Kuban war zuvor ein Niedersachse zum neuen JU-Vorsitzenden gewählt worden. Deshalb trat ein Stellvertreter aus Niedersachsen zurück, um den Proporz der Länder im Bundesvorstand zu erhalten.

Die nordrhein-westfälischen Delegierten seien zwiegespalten gewesen, als es um die Frage ging, ob sie Kuban oder Stefan Gruhner (Thüringen) unterstützen sollten. Eine Sitzungsunterbrechung nutzten die Delegierten zu Absprachen.

Schnell war klar, dass Nordrhein-Westfalen einen Kandidaten stellen würde. Und dabei fiel die Wahl auf die Nienborgerin, die bereits beim vergangenen Deutschlandtag zur Beisitzerin gewählt worden war.

Heike Wermer ist die einzige Frau unter den vier Stellvertretern. Zuvor bestand das Gremium ausschließlich aus Männern. „Das hat beim letzten Mal schon Angela Merkel bemängelt“, sagte die Landtagsabgeordnete.

Inhaltlich wird sie sich um Integration, Familienpolitik, Gesundheit und Soziales kümmern. Schon heute ist die 30-Jährige Sprecherin der CDU im Integrationsausschuss des Landtags.

Zum von Tilman Kuban geforderten Wechsel von Friedrich Merz ins Bundeskabinett wollte sich Wermer nicht äußern. Jetzt müsse erst einmal die im Koalitionsvertrag vereinbarte Bilanz der Regierungsarbeit gezogen werden. „Das ist wichtiger als Personalpolitik“, so Heike Wermer.

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