30 Teilnehmer
Heeker bringen beim Klimacafé Ideen ein

Heek -

Sichere Radwege, bessere Bustaktung, Carsharing: Die Heeker Bürger haben so einige Ideen, um konkret vor Ort Klimaschutz zu betreiben. Nun müssen Maßnahmen folgen.

Donnerstag, 28.03.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 17:38 Uhr
Die Ideen der Heeker heftete Andreas Hübner, Geschäftsführer der Gertec GmbH, an eine Wand.
Die Ideen der Heeker heftete Andreas Hübner, Geschäftsführer der Gertec GmbH, an eine Wand. Foto: Sarah Vortkamp

Ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erarbeiten, ist eine der vielen Aufgaben der Gemeindeverwaltung. Unterstützung holt diese sich nicht nur bei der Gertec GmbH , einem Klimaschutz-Planungsbüro aus Essen, sie lässt auch die Bürgerinnen und Bürger mitwirken.

Circa 30 Teilnehmer konnten am Mittwoch im Epping‘schen Hof beim Klimacafé zu den Themen Klimaanpassungen, Bauen und Wohnen, Mobilität und Energieversorgung und erneuerbare Energien ihre Ideen auf die extra vorbereitete Tischdecke schreiben.

In Kleingruppen wurden diese dann diskutiert und weiterentwickelt und jeder hielt seine favorisierte Idee für ein Fazit fest.

Ein Herzensthema ist den Bürgern offensichtlich der Verkehr. Man solle sichere Radwege schaffen, um auch mit dem Rad zur Arbeit fahren und das Auto stehen lassen zu können, so eine Forderung. Besonders nach Schöppingen sei das ein sehr großes Problem.

Die Alternative könnte der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sein. Von diesem wünschen sich die Teilnehmer eine höhere Taktung, ausgedehntere Fahrpläne (morgens früher, abends später) und vor allem einen erschwinglicheren Preis.

Zu zweit aus Heek nach Münster und wieder zurück zu fahren kostet mit regulären Tickets 48 Euro. „Ich sehe die Busse oft sehr leer, das Angebot muss attraktiver werden“, so der Heeker Nick Kluge.

Auch Carsharing – das gemeinsame Teilen eines Autos – wurde diskutiert. Ein Modellversuch könnte gestartet werden, so die Meinung der Teilnehmer. Dadurch könnten sich viele Familien den Zweitwagen sparen.

Die jüngsten Teilnehmer des Abends waren Ilma und Hanna, zwei Freundinnen aus Nienborg. Die zwölfjähren Mädchen haben in der Schule lange bei der Umwelt-AG mitgemacht.

Am Ende entstand ein Ideentopf für ein praxisnahes Maßnahmenpaket, welches in weiteren Werkstattgesprächen verfeinert werden soll.

Daran mitarbeiten wird Sabine Nöldemann. Die Diplom-Ingenieurin für Raumplanung ist seit 2001 bei der Gemeinde als Stadtplanerin tätig.

Ziel ist es, dem Bauausschuss am 3. Juli eine Beschlussvorlage vorzulegen. Dieser soll einen Dreijahresplan enthalten.

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