Projekt der Bürgerstiftung
Blühfläche zum Mitmachen schaffen

Heek -

Öde Steinwüsten in den Vorgärten und dramatisches Artensterben – das Summen und Brummen der heimischen Insekten droht zu verstummen. Dem will die Bürgerstiftung Heek-Nienborg nun ein neues Projekt entgegensetzen. Denn unter Beteiligung der Bürger will sie ein brachliegendes Grundstück an der Kämpensiedlung in ein buntes Blütenmeer verwandeln.

Donnerstag, 04.04.2019, 07:00 Uhr
Die Brachfläche in ein Blütenmeer verwandeln wollen (v.l.) Walter Sosul, Brigitte Müller, Ludger Gausling, Lisa Gausling und Paul Weßling von der Bürgerstiftung.
Die Brachfläche in ein Blütenmeer verwandeln wollen (v.l.) Walter Sosul, Brigitte Müller, Ludger Gausling, Lisa Gausling und Paul Weßling von der Bürgerstiftung. Foto: Falko Bastos

Die Idee: Jeder Bürger kann dort eine Parzelle nach eigenen Vorstellungen mit Blühpflanzen bestücken. Rund 40 Parzellen von mindestens 200 Quadratmetern stehen zur Verfügung. Gegen eine Spende von 120 Euro pro Jahr und Parzelle kann dann jeder selbst zum Gärtner werden. Auch Vereine und Institutionen aus der Gemeinde sind zum Mitmachen eingeladen.

„Insekten haben immer weniger Lebensraum“, sagt Projektleiterin Brigitte Müller . „Deshalb wollen wir die heimische Insektenkultur wiederbeleben.“ Da sei das Projekt ein Anfang. Denn: „Alle sagen, wie wichtig das Thema ist, aber man muss auch etwas tun.“

Anmeldung

Die vor rund einem Jahr gegründete Bürgerstiftung fördert mit Projekten bürgerschaftliches Engagement, Zusammenhalt und Gemeinschaft in der Gemeinde. Zu den Aktivitäten gehören dabei auch Projekte aus dem Bereich Umwelt-, Naturschutz und Landschaftspflege.Anmeldungen zum Blühpflanzen-Projekt sind bei der Projekt-Patin Brigitte Müller möglich, 0160 6366006.

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Bei der Gestaltung der Flächen haben die Gärtner dann freie Hand. Die einzige Bedingung der Bürgerstiftung: Es sollen insektenfreundliche Blühpflanzen gesät und gepflanzt werden. „Es soll eine bunte Vielfalt geben“, erklärt Brigitte Müller. „Aber wir wollen keine Gemüse- oder Schrebergärten.“ Die Stiftung gebe gerne Tipps zur Gestaltung. So könnten auch fertige Saatgutmischungen für Blühstreifen verwendet werden, sagt Paul Weßling. Die mehrjährigen Pflanzen sollen über den Winter stehenbleiben, um Raupen Futter und einen Platz zur Verpuppung zu bieten.

Das 12 000 Quadratmeter große Grundstück liegt direkt am Radweg parallel zur B 70 zwischen Kämpensiedlung und Autobahnbrücke. Ein Stifter hat es der Bürgerstiftung für das Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieses ist auf vier Jahre angelegt und soll noch in diesem Frühjahr starten.

Auch einen Wettbewerb unter den Gärtnern will die Bürgerstiftung ausrufen. So wird im Herbst die schönste Parzelle des Jahres prämiert. Und damit die blühende Oase am Ortsrand auch zum Treffpunkt wird, soll in der Mitte der Fläche eine gemütliche Sitzecke entstehen.

Interessenten können sich bis zum 24. April (Mittwoch) bei der Bürgerstiftung anmelden. Anschließend vergibt diese die Parzellen. Die Spender erhalten eine Spendenquittung. Die Spenden fließen in die Projekte der Bürgerstiftung.

„Es wird ja immer viel gemeckert, aber jeder kann selbst aktiv werden“, erklärt Ludger Gausling vom Stiftungsvorstand das Ziel. „Dafür wollen wir die Initialzündung geben“, ergänzt sein Vorstandskollege Burkhard Gebker. „Es sollen möglichst viele mitmachen.“

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