Erneut Spitzenreiter
ADFC-Fahrradklima-Test: Dritter Platz für Heek

Heek -

Die Gemeinde Heek hat zum zweiten Mal hintereinander den dritten Platz beim ADFC-Fahrradklima-Test belegt. Allerdings hat sich Heek bei dem Klimatest leicht gegenüber dem Test aus 2016 verschlechtert.

Dienstag, 09.04.2019, 16:57 Uhr aktualisiert: 09.04.2019, 18:48 Uhr
Das Anradeln ist nur eine Aktion von vielen für Radfahrer in Heek.
Das Anradeln ist nur eine Aktion von vielen für Radfahrer in Heek. Foto: Susanne Menzel

Die Gemeinde Heek hat zum zweiten Mal hintereinander den dritten Platz beim ADFC-Fahrradklima-Test belegt. Den ersten Platz unter den Kommunen mit weniger als 20 000 Einwohnern belegte Reken, den zweiten Platz Wettringen.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff war am Dienstag in Berlin vor Ort, um die Auszeichnung entgegenzunehmen. „Letztes Mal waren wir zum Spitzenreiter aufgestiegen, dieses Mal sind wir als Spitzenreiter bestätigt worden. Das freut mich natürlich“, sagte Weilinghoff auf WN-Nachfrage. „Bei uns sind es viele kleine Maßnahmen, die zusammen den Ausschlag geben.“ Als Beispiele nannte er den sanierten Bahndamm sowie die Sanierung der Eper und der Ochtruper Straße in Nienborg, wodurch dort auch die Radwege vergrößert wurden. Ein weiteres Projekt, das in Zukunft ansteht, ist laut Weilinghoff die Dinkelsteinroute, die Heek gemeinsam mit den Nachbarkommunen von Epe bis nach Rosendahl verlängern will.

Interessierte hatten im Vorfeld die Möglichkeit, online Städte und Gemeinden zu bewerten. Dort konnten sie 32 Fragen zu Sicherheit, Qualität und Komfort des Radverkehrs beantworten. Für Heek nahmen 101 Personen an der Umfrage teil. Besonders positiv beurteilt wurde, dass Radfahren in Heek Spaß macht, dass das Dorfzentrum schnell mit dem Rad zu erreichen sei und dass auch zügiges Radfahren möglich sei. Die schlechteste Note (3,3) bekam die Gemeinde bei der Frage nach öffentlich zugänglichen Leihfahrrädern.

Allerdings hat sich Heek bei dem Test leicht gegenüber dem Test aus 2016 verschlechtert. Die Durchschnitts-Note lag dieses Mal bei 2,37, vor zwei Jahren lag sie noch bei 2,11.

Die genaue Auswertung hatte Weilinghoff am Dienstagnachmittag noch nicht vorliegen, er sagte aber: „Wir sind zwar in den vergangenen Jahren besser geworden. Aber damit werden die Leute natürlich auch kritischer und anspruchsvoller.“ Zudem sei Sicherheit immer ein Thema, das auch in Berlin stark diskutiert worden sei. „Teilweise ist das auch eine gefühlte Unsicherheit“, meinte Weilinghoff. Das hänge unter anderem auch damit zusammen, dass sich das Radwegenetz mit dem Wirtschaftswegenetz vor Ort überschneide. „Und mit den E-Bikes sind die Leute noch schneller unterwegs.“

„Radfahren wird weiter ein Dauerthema sein“, sagte Weilinghoff, der bekennender Radfahrer ist und auch in diesem Jahr beim „Anradeln“ sowie beim „Münsterland Giro“ teilnehmen will. „Alles zusammen sorgt für unser gutes Abschneiden“, glaubt der Bürgermeister.

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