Training mit Yvonne Gaußling
Trommeln auf Gymnastikbällen

Heek -

Die Heeker Entspannungspädagogin Yvonne Gaußling bietet ein ungewöhnliches Workout an. Bei Drums Alive trommeln die Teilnehmer auf Gymnastikbällen. Das soll helfen Stress abzubauen.

Mittwoch, 10.04.2019, 12:00 Uhr
Yvonne Gaußling (l.) bietet einem eher umgewöhnlichen Kurs an: „Drums Alive“, bei dem die Teilnehmerinnen mit Drum-Sticks auf einem Gymnastikball zum Takt der Musik hämmern.
Yvonne Gaußling (l.) bietet einem eher umgewöhnlichen Kurs an: „Drums Alive“, bei dem die Teilnehmerinnen mit Drum-Sticks auf einem Gymnastikball zum Takt der Musik hämmern. Foto: Falko Bastos

Erst links trommeln, dann rechts, hüpfen, drehen, über kreuz trommeln, dann alles von vorne. Yvonne Gaußling gibt als Vorturnerin den Takt vor. Konzentriert trommeln und hüpfen ihre sechs Kursteilnehmerinnen mit. Es ist ein ungewöhnliches Kursprogramm, das sie sich ausgesucht haben. „Drums Alive“ heißt das Trend-Workout. Die Teilnehmerinnen brauchen nicht mehr als zwei Drum-Sticks und einen Gymnastikball, auf dem sie zum Takt der Musik hämmern.

„Für mich ist das Sprache ohne Worte“, erklärt die Heekerin Yvonne Gaußling, die eine Ausbildung zum „Drums Alive Instructor“ gemacht hat und seitdem Kurse gibt. „Da kann man so richtig den Stress wegtrommeln.“ Sonst geht es ruhiger zu bei der Klang- und Entspannungspädagogin. „Das ist eine gute Alternative zu den ruhigen Entspannungsformen“, so die Trainerin.

Mitmachen kann jeder, unabhängig vom Alter und den körperlichen Voraussetzungen. Erfinderin Carrie Ekins kam erst durch die Einschränkungen einer Hüft-OP auf den Gedanken, auf Gymnastikbällen herumzutrommeln. „Sie wollte sich nicht damit abfinden“, ist sich Gaußling sicher. Auch Rollstuhlfahrer können mitmachen.

„Trommeln kann jeder“, findet Yvonne Gaußling. Angst vor Fehlern brauche niemand zu haben. „Denn man hört es ja nicht.“ Einmal die Woche bietet sie einen Kurs im Ergänzungsbereich der Kreuzschule an. Im Abendkurs für Erwachsene reicht die Altersspanne von 30 bis 69 Jahre.

Eine Stunde dauert das Workout. Die Teilnehmerinnen trommeln zum Titelsong von „Fluch der Karibik“ den Instrumental-Part nach. „Und jetzt mit ganz viel Gefühl“, fordert Yvonne Gaußling bei einem langsameren Stück. Jeder Song hat seine eigene Choreografie.

Die Teilnehmerin Petra Knierbein bekam den Tipp von ihrer Tochter. Die zeigte ihr ein Video von der ungewöhnlichen Mischung zwischen Aerobic und Trommelrhythmus. „Das wollte ich unbedingt ausprobieren“, so die 69-Jährige. Inzwischen ist sie im zweiten Jahr dabei. „Und ich habe noch keinmal gefehlt. Man kann so richtig Luft ablassen und Stress abbauen.“

Mit dieser Meinung steht sie offenbar nicht allein da. „Eine Teilnehmerin hat mal ein Foto von ihrem Mann mitgebracht“, verrät Yvonne Gaußling. „Und nachdem sie eine Stunde darauf rumgeschlagen hatte, ging es ihr besser.“

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