Neuer Kindergarten zieht vorübergehend in die Bült
Spezielle Anforderungen erfüllt

Heek -

Das Provisorium ist gefunden – vom 1. August an sollen die Kinder des neuen Kindergarten im Stroot ihr Übergangsquartier in der Bült beziehen.

Montag, 15.04.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 17:46 Uhr
Ab dem 1. August ziehen die Kinder der Kita im Stroot übergangsweise in ein Zweifamilienhaus in der Bült.
Ab dem 1. August ziehen die Kinder der Kita im Stroot übergangsweise in ein Zweifamilienhaus in der Bült. Foto: Falko Bastos

Einfach war die Suche nicht. „Wir haben uns verschiedene Optionen angesehen“, sagte Bauamtsleiter Herbert Gausling im jüngsten Bauausschuss. Eine große Auswahl habe es wegen der speziellen Anforderungen an eine Kita aber nicht gegeben.

Mehrere Argumente hätten letztlich den Ausschlag für das gemeindeeigene Gebäude gegeben. „Es ist in einem guten baulichen Zustand und kann mit vertretbarem Aufwand umgenutzt werden“, so Gausling. Ein großer Vorteil liege im großen Garten, der als Außenspielfläche genutzt werden könne. „Da fehlen nur noch ein Zaun und ein paar Spielgeräte“, sagte Gausling.

Auch der wirtschaftliche Aspekt habe eine Rolle gespielt, so Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff . Schließlich gehört das Gebäude schon der Gemeinde. Auch eine Container-Lösung sei diskutiert, aber letztlich verworfen worden. „Bei Containern ist das Teuerste der Auf- und Abbau“, so Weilinghoff. Für den kurzen Zeitraum sei dies unverhältnismäßig. Außerdem habe die Gemeinde keinen passenden Standort für einen Container gefunden.

Nötig wird das Provisorium, weil die neue DRK-Kindergarten im Stroot voraussichtlich nicht rechtzeitig fertig wird. Zwar laufen die Planungen und mit einer Baugenehmigung werde in Kürze gerechnet. Doch mit einer Fertigstellung rechne die Verwaltung erst zum Jahresende.

17 Kinder werden nach derzeitigem Stand in der Übergangsbleibe untergebracht – für vier U 2-, zwei U 3- und elf Ü 3-Kinder liegen Anmeldungen vor. Weitere 13 Kinder sollen vom 1. Januar an ihren Platz in der neuen Kita finden. Sie sind von der Zwischenlösung aber voraussichtlich nicht betroffen. Die Verwaltung geht davon aus, dass „der Neubau der Kindertagesstätte im Stroot nutzbar ist“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Bezugsfertig ist das Zweifamilienhaus im Bült aber noch lange nicht. Derzeit sind dort mehrere Flüchtlingsfamilien untergebracht, die an die Bahnhofstraße umquartiert werden sollen. Auch baulich und organisatorisch ist noch einiges zu tun. Zwar habe der Kreis eine Baugenehmigung in Aussicht gestellt, Voraussetzung sei aber die Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes. So muss für einen zweiten Fluchtweg aus dem ersten Obergeschoss eine Außentreppe gebaut werden.

Auch die Liste der Bedingungen seitens des Landesjugendamtes ist lang. 21 Punkte umfasst der Maßnahmenkatalog. So muss etwa eine Rampe am Hauseingang für den Zugang mit dem Kinderwagen errichtet werden. Darüber hinaus wird eine Reihe von Renovierungs- und Sicherungsmaßnahmen verlangt. So müssen Treppen, Türen, Geländer, Steckdosen und Heizkörper gesichert werden. Die Sanitärräume werden mit Podesten kindertauglich gemacht.

„Klappt das denn bis zum 1. August“, fragte Theodor Nacke (CDU) im Ausschuss. „Wir haben dreieinhalb Monate Zeit. Das ist natürlich ambitioniert“, antwortete Gausling. Die baulichen Veränderungen seien aber überschaubar, vielmehr gehe es um Renovierungsarbeiten und die Sicherheitsanforderungen.

Finanziell sei nach einer ersten groben Kostenschätzung ein Aufwand in der Größenordnung der im Haushalt eingeplanten 50 000 Euro zu erwarten.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen zu beauftragen.

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