Amprion A-Nord
Westlicher Trassenverlauf favorisiert

Heek -

Der Verlauf der Trasse A-Nord durch das Heeker Gemeindegebiet war schon fast entschieden, nun könnten wieder andere Varianten ins Spiel kommen. Dies berichtete Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff im Bauausschuss.

Dienstag, 16.04.2019, 07:00 Uhr
In Raesfeld liegen die Rohre bereits. Für Heek steht der Trassenverlauf noch nicht fest.
In Raesfeld liegen die Rohre bereits. Für Heek steht der Trassenverlauf noch nicht fest. Foto: dpa

Das Problem: Die alternativen Trassenverläufe würden Heek deutlich stärker betreffen als die Vorzugsvariante durch das westliche Gemeindegebiet. Daher soll sich die Verwaltung nun mit einer Stellungnahme für die westliche Trasse aussprechen, wie der Ausschuss einstimmig beschloss.

Unabhängig vom genauen Trassenverlauf wird die Gleichstromverbindung von Emden nach Osterath auf jeden Fall über Heeker Gemeindegebiet verlaufen.

Schon im vergangenen Jahr hatte Amprion seine Vorzugsvariante vorgestellt und verkündet, die östliche Trasse nicht weiter zu verfolgen. Auch bei einer Info-Veranstaltung Ende Mai bestätigten Amprion-Vertreter dies. Doch nun hat die Bezirksregierung angeregt, noch mal die östlichen Varianten anzuschauen.

„Wir sollten sagen: Diese Trasse oder keine“, schlug Jörg Rosery (CDU) im Ausschuss vor. Laut seinem Fraktionskollegen Hubert Alfert gehe die neue Prüfung des Trassenverlaufs auf den Druck der Stadt Nordhorn zurück: „Daher sollte Heek auch Druck machen.“

„Jede Kommune sucht für sich die beste Variante, wir auch“, erklärte Weilinghoff . „Und wir haben gute Argumente, wenn man bedenkt, was schon alles hier liegt“, verwies der Bürgermeister auf vorhandene Gas-, Öl- und Stromleitungen. „Das schränkt schon sehr ein.“

Amprion stellt derzeit die für das weitere Verfahren nötigen Unterlagen zusammen. Anschließend soll erneut die Öffentlichkeit beteiligt werden. Baubeginn der neuen Leitung, die als Erdkabel verlegt wird, soll 2021 sein. Die Inbetriebnahme ist für 2025 geplant.

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