A31-Knotenpunkte
B 70 wird erst zum Nadelöhr, dann gesperrt

Heek -

Ab Juni starten die Bauarbeiten an den beiden Knotenpunkten der A31. Ende September soll auch die B70 folgen. Heeker Autofahrer müssen sich auf deutliche Einschränkungen einstellen.

Dienstag, 16.04.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 17:22 Uhr
Die Zu- und Abfahrten der A 31 in Kombination mit der Zufahrt zum Gewerbegebiet und der kreuzenden B 70 sind längst an ihre Grenzen der Leistungsfähigkeit angelangt. Das soll sich nun mit einer neuen Ampelanlage ändern.
Die Zu- und Abfahrten der A 31 in Kombination mit der Zufahrt zum Gewerbegebiet und der kreuzenden B 70 sind längst an ihre Grenzen der Leistungsfähigkeit angelangt. Das soll sich nun mit einer neuen Ampelanlage ändern. Foto: Mareike Meiring

Die Ausschreibung ist Anfang April rausgegangen, Mitte Mai erfolgt die Vergabe, im Juni startet der Bau – in Heek droht ab dem Sommer eine Großbaustelle an den Autobahn-Auffahrten zur A 31.

Die Neuordnung der Knotenpunkte hat eine lange Geschichte. Schon 2014 diskutierte die Heeker Politik im Rahmen der Erweiterung des Gewerbegebiets Heek-West über die Auswirkungen der Erschließung auf den Verkehr. Ein Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Es zeigte sich, dass die Zu- und Abfahrten der A 31 in Kombination mit der Zufahrt zum Gewerbegebiet und der kreuzenden B 70 bereits an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt waren. Zudem rechnete der Verkehrsplaner mit einer stetigen Verschlechterung. Seine Lösung: Beide Knotenpunkte sollten eine Ampel bekommen.

Anfang 2017 wurden erste Pläne vorgestellt, ursprünglich war der Baubeginn für 2018 geplant. Doch wegen des gleichzeitigen Baus der Open-Grid-Leitung wurden die Pläne auf dieses Jahr verschoben. Dazu kam die komplizierte Abstimmung mit den Beteiligten. Nach Absprache mit Straßen NRW übernimmt die Gemeinde die Planung und Bauleitung, der Bund beteiligt sich an den Kosten.

Mit der Aufstellung von Ampeln ist es aber nicht getan. „Wir greifen massiv in den Baukörper ein“, erklärte Thorsten Meyer vom Bauamt, der im vergangenen Bauausschuss die Pläne für die Optimierung der Knotenpunkte vorstellte. Um auch den kreuzenden und abbiegenden Verkehr zu entzerren, werden auch die Kreuzungen umgestaltet. So werden Rechtsabbiegespuren erweitert und an den Ampeln vorbeigeleitet und der Radweg zum Teil verlegt. Darüber hinaus ist eine Komplettsanierung der B 70 zwischen den beiden Anschlussstellen geplant.

Ablaufen sollen die Arbeiten in zwei Bauphasen. Ab Juni startet Phase eins. Sie trennt Heek von der Autobahn. Denn sowohl die beiden Anschlusspunkte als auch die Zufahrt zum Gewerbegebiet über die Benzstraße werden während der 18-wöchigen Bauphase komplett gesperrt. Erreichbar bleibt das Gewerbegebiet über einen provisorischen Anschluss an der Straße „Im Kuckuck“. Das Provisorium werde anschließend wieder zurückgebaut, so Meyer. Der Verkehr auf der B 70 wird zweispurig an der Baustelle vorbeigeführt.

Richtig eng wird es dann in Bauphase zwei. Ab Ende September, Anfang Oktober ist dann auch die B 70 zwischen den Anschlusspunkten gesperrt. Denn dann soll die Fahrbahnoberfläche auf der Strecke erneuert werden. Zwei Wochen soll der Ausnahmezustand andauern. „Da wird es zu Schwierigkeiten und Einschränkungen kommen“, kündigte Meyer an. Er verglich die Sperrung mit dem Abziehen eines Pflasters: „So etwas macht man besser schnell.“ „Da muss man mal durch“, kommentiert dies Bauamtsleiter Herbert Gausling.

Die Gemeinde werde in Kürze ein Umleitungskonzept vorlegen, so Gausling. Der Verkehr aus Richtung Ochtrup soll über die Ochtruper Straße kommen und der aus Ahaus über die K 45. Doch generell gilt: „Das wird natürlich eine Belastung für die anderen Straßen“, so Gausling. Mario Strehlow (CDU) fragte im Ausschuss, ob wenigstens der Schwerlastverkehr eingeschränkt werden könne. „Da gibt es kaum eine Chance“, so Meyer. Denn schließlich müsse man ein Verbot auch durchsetzen.

Nach Ende der Bauarbeiten soll der Verkehr dann deutlich besser fließen als vorher. Vorrang bei der Ampelschaltung soll der Verkehr auf der B 70 haben. „Die Verkehrsbelastung liegt hauptsächlich auf der Achse Heek-Ahaus. Demnach liegt die Bevorrechtigung auf der Hauptachse“, so Gausling. Zwar könne er keine grüne Welle versprechen, aber „die Ampeln müssen kommunizieren“. Das gelte auch für die dritte Ampel, die künftig noch an der Einmündung zur Stroot hinzukommen soll. Diese hatte Gutachter Lothar Bondzio in seinem Verkehrsgutachten empfohlen, aber eine Koordination der drei Ampeln in Aussicht gestellt.

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