14-Jähriger Heeker wurde vermisst
Per Facebook-Aufruf in Nienborg gefunden

Heek -

Der Aufruf verbreitete sich schnell auf Facebook. Am Mittwochabend war ein 14-jähriger Heeker nicht nach Hause gekommen, seine Mutter hatte mit einem Foto des Jugendlichen um Hilfe bei der Suche gebeten. Am Donnerstagmorgen dann die Entwarnung.

Donnerstag, 16.05.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 18:42 Uhr

Der Aufruf verbreitete sich schnell auf Facebook. Am Mittwochabend war ein 14-jähriger Heeker nicht nach Hause gekommen, seine Mutter hatte mit einem Foto des Jugendlichen um Hilfe bei der Suche gebeten. Auch die Polizei war verständigt. Am Donnerstagmorgen dann die Entwarnung: Die Polizei habe ihn gerade zu Hause abgeliefert, schrieb die Mutter. Offenbar war er wohlbehalten angekommen. „Er ist müde, aber es geht ihm gut.“

Die Polizei bestätigt den Vorfall, möchte aber nicht ins Detail gehen. „Das ist eine reine Familienangelegenheit“, sagt Polizei-Sprecher Frank Rentmeister auf Nachfrage. Die Polizei habe einen Hinweis bekommen und den Heeker Jugendlichen am Morgen in Nienborg angetroffen. Hinweise auf eine Straftat habe es nicht gegeben.

Die Polizei hatte den Fall zwar in ihr Fahndungssystem eingetragen, aber zunächst auf eine Öffentlichkeitsfahndung verzichtet. „Zum Glück klären sich solche Fälle meistens von selbst“, sagte Rentmeister. Wie die Polizei auf eine Vermisstenmeldung reagiere, hänge immer von der Bewertung des Einzelfalls ab. „Wir müssen immer erst die Hintergründe und die Gefährdungslage beurteilen“, so der Polizei-Sprecher. „Bei Kleinkindern kann es sein, dass wir sofort suchen.“

„Sich an die Polizei zu wenden ist richtig“, sagt Rentmeister. Denn die könne am besten beurteilen, wie vorzugehen sei. Eine Öffentlichkeitsfahndung sei dann selten das erste Mittel. „Das ist ein massiver Eingriff. Der muss erforderlich und verhältnismäßig sein.“ Vor einer privaten Suche in den sozialen Netzwerken warnt er: „Wir raten davon ab. Das Foto ist im Internet und alle verbreiten es. Da sollten die Eltern vorher nachdenken, was sie anrichten.“

Die in mehreren Facebook-Gruppen geposteten Aufrufe sind inzwischen gelöscht. Aber offenbar waren sie es, die zur Auffindung des Jugendlichen führten: „Dank Facebook wurde er gefunden“, schrieb die Mutter dort. „Vielen Dank an alle.“

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