Standort wird vom Bauhof zur Firma Büscher verlegt
Grünannahme öffnet ab Juni länger

Heek -

Deutlich ausgeweitete Öffnungszeiten und einen neuen Standort bekommt künftig die Grünschnitt-Annahme in der Gemeinde. Dies beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend. Nicht mehr am Bauhof in Nienborg, sondern auf dem Gelände der Firma Büscher in der Bült, können Heeker ihre Grünabfälle abladen. Schon ab Anfang Juni gilt die neue Regelung.

Donnerstag, 23.05.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 18:30 Uhr
Bisher wurden die Grünabfälle am Bauhof in Nienborg gesammelt und zweimal jährlich von der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland geschreddert und abtransportiert. Dies übernimmt künftig Firma Büscher.
Bisher wurden die Grünabfälle am Bauhof in Nienborg gesammelt und zweimal jährlich von der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland geschreddert und abtransportiert. Dies übernimmt künftig Firma Büscher. Foto: Lea Daume

Der Hintergrund: Am Bauhof ist die Annahme der Grünabfälle nur zu sehr eingeschränkten Öffnungszeiten möglich. Lange Wartezeiten und wilde Müllkippen seien die Folge, teilte die Verwaltung mit. Auch die Personalsituation sei nicht mehr haltbar. Die Annahme bedeute eine zusätzliche Arbeitsbelastung für die Bauhof-Mitarbeiter. Ohnehin sei das Gelände für Grünannahme nicht ausgelegt. Die An- und Abfahrmöglichkeiten seien ebenfalls nicht optimal.

Dazu kommt: Den Nienborger Standort im Gewerbegebiet hält die Verwaltung für ungünstig. Bereits seit Jahren wird daher ein Umzug diskutiert. Gleichzeitig besteht Platzbedarf für Gewerbeflächen in Nienborg. Auch eine Anfrage für die mittelfristige Nutzung des 3800 Quadratmeter großen Geländes als Gewerbefläche liegt bereits vor.

Bereits 2017 hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung eines Wertstoffhofs zu prüfen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Walter Niemeyer ließ sich nicht nehmen, daran zu erinnern, dass es ein CDU-Antrag war, der das Thema auf den Weg gebracht hatte. Gleichzeitig drückte er aufs Tempo: „Die Grünannahme ist ein erster Schritt. Aber was ist mit Elektroschrott, Altmetall und Sperrmüll?“

„Das wird noch kommen“, versprach Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Auch diese Bereiche seien bereits angefragt. Grundsätzlich sei eine Lösung im Paket das Ziel. Doch seien dafür noch weitere Gespräche mit Firma Büscher zu führen.

An den Annahmebedingungen für den Grünschnitt ändert sich vorerst nichts. Angenommen werden haushaltsübliche Mengen kostenlos. Dazu gehören Baum- und Strauchschnitt, Rasenschnitt, Strauchschnitt bis zu einem Durchmesser von 30 Zentimeter und Wurzelwerk mit maximal 40 Zentimeter Durchmesser. Ausgeschlossen sind dagegen Grünabfälle, die auch in die Biotonne passen, Küchenabfälle, Auswärtige und gewerbliche Grünabfälle.

Der Vorteil der Verlegung für die Nutzer: Sie können ihren Grünschnitt künftig werktags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 8.30 bis 12 Uhr auf dem Wertstoffhof loswerden. Bisher war die Annahme nur am ersten und dritten Samstag des Monats möglich. Außerdem gibt es ständige Ansprechpartner. Der Bauhof ist dagegen tagsüber unbesetzt.

Der Nachteil: Im Gegenzug fällt die Sonder-Grünabfuhr jeweils im Frühling und Herbst weg. Diese sei in den vergangenen Jahren aber ohnehin kaum genutzt worden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Außerdem entstehen Mehrkosten. Rund 42 000 Euro Gesamtaufwendungen für die Entsorgung von bis zu 1200 Tonnen Grünabfall im Jahr stehen Einsparungen bei der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EWG) von rund 26 000 Euro gegenüber.

Die Mehrkosten von rund 16 000 werden über die Abfallgebühren umgelegt. Da es im Außenbereich keine Bio-Abfuhr gibt, erhöhen sich die Preise der Restmülltonne: um acht Euro jährlich für die 80-Liter-Tonne, um zehn Euro für 120 Liter und um 17 Euro für die 240-Liter-Tonne.

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