Wallfahrt nach Eggerode
Pilger legen zu Fuß 16 Kilometer zurück

Nienborg -

Pünktlich mit dem Glockenschlag der St.-Peter-und-Paul-Kirche spendete Pater Joy Madassery den 21 Fußpilgern am Sonntagtagmorgen um 5 Uhr den Segen. Es stand die Wallfahrt der Kirchengemeinde Heilig Kreuz zum Gnadenbild „Unsere Liebe Frau vom Himmelreich“ nach Eggerode an.

Dienstag, 04.06.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 19:08 Uhr
Messdienerinnen trugen das Kreuz und Fahnen vorne weg. Der Musikverein unterstützte musikalisch den Einzug der Pilger in den Eggeroder Ortskern.
Messdienerinnen trugen das Kreuz und Fahnen vorne weg. Der Musikverein unterstützte musikalisch den Einzug der Pilger in den Eggeroder Ortskern. Foto: privat

Wie schon in den vergangenen Jahren gab Stefan Schwering wieder das Tempo für den 16 Kilometer langen Fußweg vor, der die Gläubigen durch die Bült, Averbeck und dann über den Ramsberg nach Eggerode führte. Wenige Minuten nach dem Start ging die Sonne auf und Nebel lag auf den Dinkelwiesen und den Feldern.

In der Anstrengung des Weges genossen die Wallfahrer die Möglichkeit der Stille, des Gebetes, der Meditation und des Gespräches mit anderen, die sich ebenfalls auf den Weg gemacht hatten.

Nienborger Wallfahrt

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  • 21 Fußpilger und 37 Radpilger machten sich aus Nienborg auf zur Wallfahrt nach Eggerode. Foto: privat
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  • 21 Fußpilger und 37 Radpilger machten sich aus Nienborg auf zur Wallfahrt nach Eggerode. Foto: privat
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Auf halber Strecke gab es zur Motivation einen klaren Schnaps. „Den gibt es schon seit vielen Jahren“, berichteten die älteren Wallfahrer. Auf seiner Trompete spielte Albert Bömer „Großer Gott wir loben Dich.“

Zwei Kilometer vor Eggerode legten die Pilger auf dem Hof von Josef Niehoff eine Rast mit Getränken und mitgebrachten Schnitten ein. Dort trafen auch die 37 Fahrradpilger ein. Nach der Pause pilgerten die Gläubigen, von den Messdienern mit Fahnen und dem Kreuz angeführt, nach Eggerode hinein. Hier wurden sie am Ortseingang von weiteren Nienborgern wie den Erstkommunionkindern, der KFD-Bannerabordnung und dem Musikverein empfangen. Gemeinsam legten die Pilger die letzte Etappe zur Gnadenkapelle und St.-Mariä-Geburt-Kirche zurück. Marlene Bömer trug die Pilgerkerze, auf der „Wir bitten um Gottes und Marien Segen für unsere Pfarrei“ stand.

Zu Beginn der Wallfahrtsmesse segnete und entzündete Pater Joy Madassery die Kerze. In der Predigt ermutigte er die Gläubigen, sich eigene Schwächen einzugestehen und offen für den Rat anderer zu sein. „Maria, zu der wir auch heute hier in Eggerode gepilgert sind, ist die Mutter des guten Rates, den wir so oft benötigen“, stellte er das Wirken der Gottesmutter heraus. „Wir alle brauchen Rat und Hilfe, denn als Menschen sind wir nicht geschaffen, alles allein zu meistern.“

Im Hotel Winter stärkten sich die Wallfahrer beim Pilgerfrühstück, ehe sie den Kreuzweg beteten.

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