50 Jahre Gemeindefusion Nienborg und Heek
Federstrich und Nienborg ist weg

Heek -

In 50 Jahren „Ehe“ haben die Ortsteile Nienborg und Heek Höhen und Tiefen erlebt, so eröffnete Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff am Sonntag die Jubiläumsfeier. Er verglich das mit der Goldenen Hochzeit eines Ehepaares, das allerdings die Silberhochzeit einfach ausgelassen habe.

Sonntag, 23.06.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 15:30 Uhr
Ein Bildgeschenk hatte Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.l.) mitgebracht. Darüber freuten sich der ehemalige Bürgermeister Ulrich Helmich (l.), der aktuelle Bürgermeister Franz-Josef Weillinghoff (2.v.r.) und der ehemalige Gemeindedirektor Hubert Steinweg (r.).
Ein Bildgeschenk hatte Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.l.) mitgebracht. Darüber freuten sich der ehemalige Bürgermeister Ulrich Helmich (l.), der aktuelle Bürgermeister Franz-Josef Weillinghoff (2.v.r.) und der ehemalige Gemeindedirektor Hubert Steinweg (r.). Foto: Elvira Meisel-Kemper

Ganz so harmonisch wie bei einer Eheschließung sei es vor 50 Jahren jedoch nicht abgelaufen, räumte Weilinghoff ein. Die kommunale Neugliederung 1969 sollte die Arbeitsabläufe effizienter gestalten, die seit 1965 von der Landesregierung in die Wege geleitet wurde. „Kommunen sollten die Mindestgröße von 5000 Einwohnern und die Mindestfläche von 120 bis 150 Quadratkilometer aufwiesen. Keine der beiden bis dahin eigenständigen Orte für sich genommen, war groß genug, um selbstständig bleiben zu können“, so Weilinghoff.

Die politischen Vertreter beider Kommunen entschieden sich für den Ortsnamen Nienborg-Heek, die Landesregierung verkürzte auf Heek, benannte der Bürgermeister den Wermutstropfen. „Mir bleibt nur die Spekulation für diese Kürzung, denn in den Büchern ist dazu leider nichts zu finden“, sagte Weilinghoff. Heute gelte das Motto „Ertragt Euch in Liebe“, ergänzte der Bürgermeister.

50 Jahre Gemeinde Heek

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  • Zahlreiche Gäste feierten am Sonntag den 50. Jahrestag der Gemeindefusion in Heek. Foto: Elvira Meisel-Kemper
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  • Zahlreiche Gäste feierten am Sonntag den 50. Jahrestag der Gemeindefusion in Heek. Foto: Elvira Meisel-Kemper
  • Zahlreiche Gäste feierten am Sonntag den 50. Jahrestag der Gemeindefusion in Heek. Foto: Elvira Meisel-Kemper
  • Zahlreiche Gäste feierten am Sonntag den 50. Jahrestag der Gemeindefusion in Heek. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer, ein politisches Eigengewächs der Kommune aus dem Ortsteil Ahle, betonte, dass die beste Zeit noch kommen werde. „In Düsseldorf steht Heek immer wieder positiv dar. Ich erinnere nur an die Geburtenrate, die hier sehr hoch ist“, sagte Wermer.

Landrat Dr. Kai Zwicker, ehemals Bürgermeister von Heek, hob hervor, dass vor 50 Jahren das Hülsta-Gebäude in Heek gebaut wurde, das zurzeit abgerissen werde. Die eigene Wasserversorgung habe ebenfalls die Eigenständigkeit und das Zusammenwachsen der beiden Kommunen befördert.

Auch die Fraktionsvorsitzenden Walter Niemeyer (CDU) und Reinhard Brunsch ( SPD ) lobten die Erfolge der Zwangsheirat, die bestimmt keine Liebesheirat gewesen sei. „Alle Heeker und Nienborger haben dazu beigetragen, dass es in den vergangenen 50 Jahren so gut funktioniert habe“, lobte Niemeyer, der sich das auch für die kommenden Jahrzehnte erhofft.

Brunsch ist seit 1970 Mitglied des Gemeinderats. Er konnte sich noch gut an die Gespräche der Zuordnung des Wigbolds Nienborg zu Heek erinnern, um eine Zuordnung nach Gronau oder Ahaus zu verhindern.

Als er nach dem Tod von Adolf Büscher in den Rat aufrückte, bestand der Rat aus 19 Mitgliedern. 1973 konnte das Rathaus bezogen werden. „Eine Klimaanlage für den Ratssaal wurde abgelehnt, da die Büros der Mitarbeiter nicht klimatisiert werden sollten“, so Brunsch.

Seit 1970 habe er auch zwei Bürgerinitiativen erlebt, die eine gegen die Einführung einer zentralen Wasserversorgung, die andere gegen die Nordumgehung. „In beiden Fällen haben wir, die SPD-Fraktion, der Versuchung widerstanden und die Initiativen nicht unterstützt, da wir nicht die langfristigen Ziele der Gemeinde opfern wollten“, so Brunsch.

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