Heike Bröcker ist eine der Ersten mit Ehrenamtskarte in Heek
Musik und Ehrenamt im Mittelpunkt

Heek -

Heike Bröcker sitzt aufrecht am Küchentisch. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, als sie sagt: „Die Musik im Spielmannszug ist einfach mein Leben.“ Und in diesem Musikleben hat wie selbstverständlich auch das Ehrenamt einen großen Platz inne. Seit nunmehr 34 Jahren schon.

Samstag, 20.07.2019, 09:00 Uhr
Heike Bröcker vom Spielmannszug Heek gehört zu den Ersten in der Gemeinde Heek, die eine Ehrenamtskarten erhalten haben.
Heike Bröcker vom Spielmannszug Heek gehört zu den Ersten in der Gemeinde Heek, die eine Ehrenamtskarten erhalten haben. Foto: Till Goerke

Für diese ehrenamtliche Hingabe bekam Heike Bröcker jüngst von Gemeindevertretern eine sogenannte Ehrenamtskarte überreicht. Das Besondere daran: Die 46-Jährige gehört damit zu den Ersten in der Gemeinde Heek, denen diese Anerkennung zuteil wurde.

„Das ist schon eine tolle Sache, denn so wird dem Ehrenamt eine größere Bühne gegeben“, sagt Bröcker. Dass sie mittlerweile durchschnittlich 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit im Spielmannszug Heek pro Jahr leistet, war allerdings vor 34 Jahren in der Form noch nicht absehbar.

„Ich habe mit zwölf Jahren als Flötistin angefangen“, so Bröcker. Und da praktisch die gesamte Familie Bröcker das Vereinsleben liebt und lebt, ist die heute 46-Jährige hängengeblieben. „Das fiel mir aber nicht schwer. Ich lebe einfach für die Musik.“

Mittlerweile ist Heike Bröcker Tambourmajorin, leitet Übungsstunden, schreibt Stücke individuell für den Spielmannszug um und ist nebenbei auch noch für die fotografische Dokumentation des Vereinslebens zuständig. Alles ehrenamtlich, versteht sich.

Bröcker selbst stellt sich aber nicht in den Mittelpunkt. Auch den Anmeldebogen für die Ehrenamtskarte hat sie sich nicht selbst besorgt. „Unser Geschäftsführer Tobias Samberg hat mir den Ausdruck vorgelegt und gesagt, ich solle das mal machen.“ Gesagt, getan. Schließlich bringt so eine Karte etliche Vergünstigungen in vielen Gemeinden und Städten Nordrhein-Westfalens mit sich.

Seit dem 1. Juni kann die Ehrenamtskarte im Bürgerbüro beantragt werden. Voraussetzung sind fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche, bereits zwei Jahre Tätigkeit und das Engagement muss in der Gemeinde ausgeführt werden. Gültig ist die Karte für zwei Jahre.

Erfordernisse, die Heike Bröcker doppelt und dreifach erfüllt. Doch im Grunde geht es gar nicht um die Vergünstigungen. Vielmehr sei die Bedeutung, die mit der Karte einhergeht, relevant. „Es ist eine schöne und offizielle Würdigung dessen, was man leistet“, sagt sie.

Dabei gebe das Ehrenamt als solches schon unheimlich viel. „Es tut einem selber einfach gut.“ Man habe mit Menschen zu tun, es stärke den eigenen Charakter und mache selbstbewusster. „Das sollte jeder mal selbst ausprobieren.“

Und damit sind wir bei einem großen Wunsch von Heike Bröcker – zumindest auf musikalischer Ehrenamtsebene. „Wir können noch jede Menge Unterstützung bei uns im Spielmannszug gebrauchen.“ Denn derzeit zählt der Verein mal gerade 18 Mitglieder.

„Bei uns kann man zwei tolle Dinge verbinden – Musik und das Ehrenamt“, hofft sie auf Zulauf. „Wir holen jeden da ab, wo er musikalisch steht.“ Instrumente, Uniform und alles was dazu gehört, stelle der Verein. „Es lohnt sich, einfach mal bei uns vorbeizuschauen.“

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