Ökoprofit
2G vom Kreis ausgezeichnet

Heek -

Das Heeker Unternehmen 2G Energy wurde vom Kreis Borken für seine vorbildliche, integrierte Umwelttechnik ausgezeichnet. Doch damit soll noch längst nicht Schluss sein.

Donnerstag, 05.09.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 12:14 Uhr
Beim Ortsbesuch (v.l.): Eckhard Grundmann (Effizienzagentur NRW), Daniel Claas (Kreis Borken), Johannes Holtfrerich (2G), Peter Lückerath (Energieagentur NRW), Hermann Terglane (2G) und Friedrich Pehle (2G).
Beim Ortsbesuch (v.l.): Eckhard Grundmann (Effizienzagentur NRW), Daniel Claas (Kreis Borken), Johannes Holtfrerich (2G), Peter Lückerath (Energieagentur NRW), Hermann Terglane (2G) und Friedrich Pehle (2G). Foto: Kreis Borken

Das Heeker Unternehmen 2G Energy kann jetzt die Auszeichnung „Ökoprofit – Betrieb Kreis Borken“ tragen. Jedes Jahr erhalten interessierte Unternehmen dabei die Gelegenheit, mit externer Unterstützung interne Arbeitsprozesse und Rahmenbedingungen unter ökologischen Gesichtspunkten kritisch zu beleuchten und dann möglichst zu verbessern – mit positiven Auswirkungen auch auf ökonomischem Gebiet.

„Für uns passt das Projekt Ökoprofit wie die Faust aufs Auge. Wir sind ein grünes Unternehmen. Auch unsere Anlagen sind energiesparend und umweltschonend“, erklärt Dipl.-Ing. Hermann Terglane , der bei 2G federführend bei der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen ist. Nun könne man jedem Besucher zeigen, dass Umweltschutz auch innerhalb des Betriebes gelebt werde.

Doch was wurde konkret verändert? Durch die Veränderung vermeidet das Heeker Unternehmen nach Angaben des Kreises Borken mehr als 2,1 Millionen Kilowattstunden und 460 Tonnen COpro Jahr. Gleichzeitig gibt es aber auch einen finanziellen Anreiz.

100 000 Euro spare das Unternehmen durch die Umsetzung pro Jahr. Dazu tragen unter anderem die Reduzierung des Testlaufs der Blockheizkraftwerke (BHKW) von zehn auf fünf Stunden und der Bau eines 50 Kubikmeter fassenden Speichers zur Pufferung zeitlich überschüssiger Wärme bei. „Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir sagen, dass bei den BHKW entweder in den ersten fünf Stunden ein Fehler auftritt oder gar nicht“, erklärt Hermann Terglane.

Auch die Verbesserung der Abfalltrennung, die Verwendung von Recyclingpapier und die Sensibilisierung der Belegschaft trägt zu Einsparungen bei. Ganz ohne Kosten war das Projekt allerdings nicht umsetzbar. „Es brauchte zum einen Manpower, auf der anderen Seite haben wir aber auch finanziell in bestimmte Bereiche investiert“, sagt Hermann Terglane. So wurde das Logistiklager an der Siemensstraße 20 beispielsweise für 100 000 Euro mit LED-Beleuchtung ausgestattet.

Eine hohe Investitionssumme, die sich aber noch auszahlen soll. „Wir gehen davon aus, dass es sich in sechs Jahren rentiert. Pro Jahr sparen wir durch die LEDs 17 000 Euro an Energiekosten“, erklärt Terglane.

Für die Zukunft hat er schon weitere Pläne: „Wir haben gemerkt, dass es bei uns Abfälle gibt, die man vielleicht verkaufen statt entsorgen könnte. Zum Beispiel fällt bei uns viel Holz an, das ein anderes Unternehmen zu Pellets oder Holzschnitzen verarbeiten könnte.“ Auch das Thema „E-Mobilität“ soll bei 2G noch mehr in den Fokus rücken.

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