Dorferneuerung 2020
Zeit drängt für die Gemeinde

Nienborg/Heek -

Die „Dorferneuerung 2020“ ist ein Förderprogramm, dessen Fördergelder bei der Bezirksregierung beantragt werden. Wenn die Gemeinde Heek das tun will, wird es Zeit. Die Deadline ist nah.

Mittwoch, 25.09.2019, 19:00 Uhr
Die Umgestaltung des Marktplatzes wäre etwas, das mit Fördermitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm finanziert werden könnte.
Die Umgestaltung des Marktplatzes wäre etwas, das mit Fördermitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm finanziert werden könnte. Foto: Rupert Joemann

Die Zeit drängt. Und das nicht zu knapp. Zumindest, wenn die Gemeinde Heek im kommenden Jahr Fördergelder aus dem Programm „Dorferneuerung 2020“ bekommen möchte. Bis zum 30. September müssen die Förderanträge bei der Bezirksregierung in Münster eingegangen sein.

Ein Umstand, der Bauamtsleiter Herbert Gausling jedoch nicht aus der Ruhe bringt: „Nach der Ratssitzung (25. September, Anm. d. Red.) werden wir uns darauf fokussieren.“ Konkret bedeutet dies, final darüber zu resümieren, ob tatsächlich Förderanträge gestellt werden. „Mehr kann ich dazu aktuell nicht sagen. Es wird geprüft“, so Herbert Gausling.

Dabei wären mögliche Fördergelder eine gute Gelegenheit, um endlich die Umgestaltung des Marktplatzes anzugehen. Dieses Thema zieht sich schon seit Jahren hin. Eigentlich sollte in diesem Jahr etwas passieren, doch daraus wurde bekanntermaßen nichts. Politisch-kontroverse Debatten wirkten als Bremsklotz (wir berichteten). Stattdessen wurde das Thema „Stiegenpark“ angepackt und damit begonnen, die Mängelliste abzuarbeiten. Insgesamt stehen dafür 50 000 Euro im Haushalt 2019 bereit. Aber: Das Thema Marktplatzgestaltung bleibt akut.

Mit den Haushaltsmitteln sind Bereiche des Stiegenparks saniert worden.

Mit den Haushaltsmitteln sind Bereiche des Stiegenparks saniert worden. Foto: Falko Bastos

Es ist eines von drei möglichen Projekten, die mit eventuellen Fördergeldern aus der „Dorferneuerung 2020“ angegangen werden könnten. Ein weiteres ist die Gestaltung des Platzes am ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Heek. Dafür erarbeitet derzeit das Landschaftsarchitekturbüro Hoff ein Konzept. Eine Vorstellung soll in Kürze erfolgen.

Im jüngsten Bauausschuss schlug zudem die CDU-Fraktion vor, man könne auch ein Beleuchtungskonzept für den Stiegenpark entwickeln und installieren. Eventuell sogar mit einer Illumination für die Wasserfontänen im Teich. „Den Vorschlag nehmen wir in die Überprüfung mit auf“, sagte diesbezüglich Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Das Förderangebot richtet sich ausschließlich an Orte und Ortsteile im ländlichen Raum mit maximal 10 000 Einwohnern. Beides trifft auf die Gemeinde Heek zu. Davon unabhängig steht übrigens das Programmvolumen des Bund-Länderprogramms noch nicht fest. Den tieferen Sinn des Förderprogramms skizziert die Landesregierung wie folgt: Mit Blick auf Dörfer gilt der Dreiklang bewahren, stärken, gestalten. Damit geht es letztlich darum, ländliche Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturraum für die Menschen zu sichern und weiterzuentwickeln.

Verwaltungsaufwand

Grundsätzliches Problem bei der Beantragung der Fördergelder ist, dass pro Projekt ein eigenständiger Antrag bei der Bezirksregierung in Münster eingehen muss. „Die Projekte müssen auch unabhängig voneinander ausgeschrieben und abgerechnet werden“, erklärte Herbert Gausling. Ein nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand. Mit Blick auf den Stiegenpark sagt der Bauamtsleiter: „Im ersten Schritt geht es darum, die Köpfe auf den Lampen auszutauschen. Die Leuchtkraft hat im Laufe der Jahre nachgelassen.“

So oder so – die Zeit drängt, wenn 2020 Fördergelder aus der „Dorferneuerung“ nach Heek fließen sollen. Zu den Gründen, warum die Erstellung der Förderanträge seitens der Gemeindeverwaltung auf die lange Bank geschoben wurde, äußerte sich Gausling nicht. Aber noch sind ja ein paar Tage Zeit.

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