Jugendzentrum Zak
Es geht noch kein Licht auf

Heek -

Diese Nachricht ist für die Kinder und Jugendlichen, die das Jugendhaus Zak besuchen, mal so gar nicht gut. Das Außen-Areal wird frühestens 2020 mit Lichtstrahlen bestückt. Das hat spezielle Gründe.

Sonntag, 06.10.2019, 06:00 Uhr
Der Außenbereich am Zak wird in diesem Jahr im Dunkeln bleiben, denn Lichtstrahler wird es frühestens 2020 geben. Spruchreif ist diese Zeitvorgabe allerdings auch noch nicht.
Der Außenbereich am Zak wird in diesem Jahr im Dunkeln bleiben, denn Lichtstrahler wird es frühestens 2020 geben. Spruchreif ist diese Zeitvorgabe allerdings auch noch nicht. Foto: Till Goerke

Die dunkele Jahreszeit rückt näher. In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Mit Blick auf das Streetballfeld, die Skateanlage und den jüngst neu eröffneten Bikepark am Jugendhaus Zak ist das kein Vorteil.

Denn Lichtquellen zum Ausleuchten dieser Flächen gibt es keine. Die Kinder und Jugendlichen können die Anlagen in den Herbst- und Wintermonaten darum nur sehr eingeschränkt nutzen. Abhilfe schaffen würde die Installation von Lichtstrahlern. Doch daraus wird in diesem Jahr nichts.

Die Gemeindeverwaltung machte der Idee der Jugendlichen in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung einen Strich durch die Rechnung. Der Grund sind Kosten von knapp 19 000 Euro für 16 Strahler an fünf Masten. „Das sind Größenordnungen, die wir nicht mehr im laufenden Haushalt unterbringen können“, stellte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff klar. Die Zahlen stammen aus einem Angebot eines Unternehmens, welches sich die Gemeindeverwaltung eingeholt hat. Obendrauf kämen bei einer Realisierung noch die Kosten für die anfallenden Erdarbeiten sowie die Bereitstellung der erforderlichen Hilfs- und Transportmittel.

„Es ist schade, dass das in diesem Jahr nichts mehr wird, aber natürlich kann ich da auch die Verwaltung verstehen. Wir hoffen auf das kommende Jahr“, sagt Zak-Leiterin Verena Grothe auf Nachfrage. Der Bedarf bei den Jugendlichen, die regelmäßig das Jugendhaus besuchen, sei jedenfalls gegeben. Das betont die Leiterin mit Nachdruck.

Neu ist das Thema auch nicht. Seit einigen Jahren steht die Idee bereits im Raum. „Das beschäftigt die Jugendlichen schon sehr lange“, bestätigt Verena Grothe. Besonders für jene Jugendliche, die nicht in einem Verein aktiv seien, stelle der Außenbereich eine gute Möglichkeit dar, sich auszutoben. Dunkelheit ist das eine, Kälte und Regen das andere. Würden die Spielflächen rund um das Zak auch bei diesen Wetterbedingungen genutzt werden? „Ja, absolut. Viele der Jugendlichen haben ja auch erst spät schulfrei und würden definitiv bei Wind und Wetter draußen spielen“, sagt Verena Grothe.

Ob die Verwaltung die Kosten im Haushalt 2020 tatsächlich einplant, ist noch offen. Aktuell steht zudem die Frage im Raum, ob nicht auch eine Ausleuchtung des Bikeparks sinnvoll wäre. Dies regten im Ausschuss CDU und SPD zumindest einvernehmlich an. Von einem „ganzheitlichen Konzept“ war die Rede. Doch mit Blick auf eine mögliche Beleuchtung des Bikeparks sagte Michael Averbeck von der Gemeindeverwaltung bei der Eröffnung zurückhaltend: „Wir werden sehen, an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen.“

Hintergrund ist, dass in den Herbst- und Wintermonaten mit deutlich mehr Niederschlag als in den Sommermonaten zu rechnen ist. Und bei Nässe ist der Bikepark ohnehin gesperrt. Ergibt da also eine Ausleuchtung überhaupt Sinn? Eine Frage, mit der sich jetzt die Politiker im Bauausschuss gründlich auseinandersetzen müssen.

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