Erstes Steel-Dart-Turnier in Heek
In der Garage hat es angefangen

Heek -

Ein sicherer Stand, eine sichere Hand, ein ruhig-konzentrierter Blick – und schon fliegt der Pfeil auf die Scheibe. Genau das war am Samstag während des Steel-Dart-Turniers in der Sporthalle der Kreuzschule zu beobachten. Stefanie und Patrick van den Dungen hatten das Turnier zusammen mit Michael Schüppmann und Hans-Georg-Rulle organisiert.

Sonntag, 13.10.2019, 18:14 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 17:06 Uhr
Die Scheibe im Blick mussten die 56 Frauen und Männer bei der Premiere des Steel-Dart-Turniers haben.
Die Scheibe im Blick mussten die 56 Frauen und Männer bei der Premiere des Steel-Dart-Turniers haben. Foto: Elvira Meisel-Kemper

56 Frauen und Männer traten in acht Gruppen in der ersten Runde gegeneinander an. Alle Gruppen bestand aus sieben Spielern, die per Los zusammengestellt wurden. Nach der ersten Gruppen-Runde folgte die Single-KO-Runde mit der Hälfte der Teilnehmer, die im Eins-gegen-Eins antraten.

Für das Ehepaar van den Dungen erfüllte sich damit ein Traum, der die langersehnte Gründung eines Dart-Vereins in Heek zur Folge haben könnte. „Wir haben beide vor eineinhalb Jahren mit der Dartscheibe in unserer Garage angefangen. Seit einem halben Jahr spielen wir im Dart-Verein in Steinfurt. Das ist räumlich der nächste Verein“, erzählt Stefanie van den Dungen.

Die Sieger

Das Turnier gewann Frederic Kienz (Paderborn) vor Florian Hempel (Köln) und Jeffrey Greven (Doetinchem). Den Preis für die beste Frau erhielt Stefanie van den Dungen (Heek). Sie schlug in einem Stichsatz Jessica Greven (Doetinchem).

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Sie war eine von drei Frauen, die am Turnier teilnahmen. Jessica Greven scheute die Anreise aus dem niederländischen Doetinchem nicht, um mit ihrem Mann am Turnier teilzunehmen. „Ich spiele seit sechs Monaten. Durch meinen Mann kam ich daran. Patrick hat uns direkt angesprochen, ob wir mitmachen wollten. Das Dart-Spiel gibt mir Ruhe im Kopf“, so Jessica Greven.

Frauen sind in dieser Sportart auch anderswo dünn gesät. Henrik Berndt war mit zwei weiteren Dartspielern aus Dortmund gekommen. „In Dortmund finden regelmäßig Turniere statt. Da haben wir auch Patrick kennengelernt“, so Berndt.

In Dortmund befinde sich auch die größte freie und selbst organisierte Stadtliga für diese Sportart in Deutschland. „Wir haben 40 Dartvereine mit über 500 Spielern. Bei uns sind es vielleicht circa 20 Prozent Frauen, die mitspielen“, sagt Berndt, der seit 27 Jahren begeisterter Steel-Darter ist.

Christoph Gausling kam ebenfalls durch Patrick van den Dungen auf die Idee, an diesem Turnier teilzunehmen. „Ich habe heute zum ersten Mal diesen Sport ausprobiert. Ich schlage mich erstaunlich gut. Patrick hat mich animiert als Strafe, weil ich auf seiner Hochzeit verhindert war. Ich hätte auch Lust weiterzumachen“, sagt der Heeker Gausling lachend.

Im Februar kam das Ehepaar van den Dungen auf die Idee, das Turnier zu organisieren. Sie wandten sich an die Gemeindeverwaltung und stießen bei Jürgen Lammers auf offene Ohren. Die Gemeinde unterstützte sie nach Kräften. Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Jürgen Lammers besuchten deshalb auch das Turnier. Beide nahmen auch die Dartpfeile außer Konkurrenz in die Hand. „Von der kleinen Dartszene in Heek und Nienborg habe ich schon gehört“, so Weilinghoff nach seinen ersten Treffern.

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