Kriminalpolizei ermittelt in Heek auf Hochtouren
Das kann teuer werden

Heek -

Knapp zwei Wochen sind seit den Verwüstungen auf dem Spielplatz in der Stiege ins Land gezogen. Seitdem ermittelt die Kriminalpolizei auf Hochtouren. Und ist den Tätern nach eigenen Angaben dicht auf den Fersen.

Mittwoch, 13.11.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 17:52 Uhr
Die Schmierereien sind nur ein Teil der Beschädigungen auf dem Spielplatz in der Stiege, die in die Tausende Euro gehen.
Die Schmierereien sind nur ein Teil der Beschädigungen auf dem Spielplatz in der Stiege, die in die Tausende Euro gehen. Foto: Till Goerke

Als „riesige Sauerei“ bezeichnet Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung das, was bislang unbekannte Täter auf dem Spielplatz in der Stiege vor allem in der Halloween-Nacht veranstaltet hatten: Zigarettenkippen und Scherben im Sand, jede Menge Müll, abgetretene Mülleimer, eine verbogene Regenrinne sowie Graffiti-Schmierereien an der roten Backsteinwand des Unterstands. Die Liste ist lang und alles andere als ein „kleiner Streich“. Darum erstattete die Gemeinde Heek auch Anzeige bei der Polizei wegen Sachbeschädigung.

Die umgehend nach Eingang der Anzeige eingeleiteten Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen derzeit auf Hochtouren. „Es sind zielgerichtete Ermittlungen“, sagt Thorsten Ohm von der Kreispolizeibehörde Borken auf Anfrage. Man sei in den vergangenen Tagen Stück für Stück voran angekommen. Und die Ermittlungen, so der Pressesprecher, liefen sehr vielversprechend. „Wir versprechen uns in Kürze konkrete Ergebnisse.“

Fingerabdrücke bringen nichts, wenn diese nicht schon in unserer Datenbank erfasst sind.

Polizeipressesprecher Thorsten Ohm

Damit zieht sich die Schlinge für die Täter langsam, aber sicher zu. Auf welcher Basis die Ermittlungen laufen, dazu macht die Polizei aktuell keine Angaben. Nur so viel: „Ganz allgemein gesprochen: Fingerabdrücke bringen nichts, wenn diese nicht schon in unserer Datenbank erfasst sind“, antwortet Polizeipressesprecher Thorsten Ohm.

Dass die Polizei derzeit solch einen Ermittlungsaufwand betreibt, hängt damit zusammen, dass die Ereignisse dies erforderlich machen. „Der Aufwand ist der Tat angemessen. Sachbeschädigung darf nicht verharmlost werden“, stellt Thorsten Ohm klar. Schließlich gehe es darum, dass sich die Bürger im öffentlichen Raum sicher fühlen sollen. Und Sachbeschädigung – besonders in diesem Ausmaß – verringere dieses Sicherheitsgefühl.

Wie hoch der Gesamtschaden ist, steht derzeit noch nicht fest. Dass sich dieser angesichts des Ausmaßes jedoch im vierstelligen Bereichen befinden werden wird, steht fest. Das bestätigt Herbert Gausling. Alleine die Anschaffung neuer Mülleimer – die Täter haben vier von fünf Mülleimern auf dem Spielplatz abgetreten und in den Teich geworfen – wird kostspielig.

„Einfach nicht nachvollziehbar“

Man habe die Mülleimer zwar aus dem Teich bergen können, berichtet ein Mitarbeiter des Bauhofs vor Ort, aber die Eimer seien jeweils Totalschäden. „Einfach nicht nachvollziehbar, was hier passiert ist“, sagt der Mitarbeiter, ehe er sich daran macht, die verbeulte Regenrinne auszumessen. Denn auch die muss erneuert werden. „Wahrscheinlich haben sich da welche drangehängt.“

Zusätzlich zu den Reparaturarbeiten soll perspektivisch die Beleuchtung in der Stiege verbessert werden. Derzeit stehen vom Stiegengrund aus kommend bis zum Spielplatz drei, auf dem Spielgelände selbst zwei Laternen. „Wir testen derzeit schon in einem Leuchtkopf im Stiegenpark eine LED-Variante“, so Herbert Gausling. Zusätzlich sollen neue Laternen aufgestellt werden. In der nächsten Bauausschusssitzung am 20. November soll das Thema auf der Tagesordnung stehen.

Für die Täter oder gegebenenfalls die Erziehungsberechtigten kann die Angelegenheit übrigens teuer werden: Gemäß dem Strafgesetzbuch sind im Fall von Sachbeschädigung eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren möglich. Zusätzlich müssen die Täter damit rechnen, den entstandenen Schaden ersetzen zu müssen.

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