Haltestelle erhält Dynamischen Informationsanzeiger
Hightech auf dem Donnerberg

Heek -

Es wird digital und dynamisch an der Bushaltestelle „Donnerberg“ mitten in Heek. An der Kreuzung B 70, Von-Galen-Straße und Donnerberg plant die Regionalverkehr Münsterland (RVM), einen sogenannten dynamischen Informationsanzeiger zu installieren, der in Echtzeit die exakte Ankunftszeit eines Busses darstellt.

Donnerstag, 14.11.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 17:24 Uhr
Noch müssen die Fahrgäste selbst anhand von Fahrplan und Uhr ermitteln, wie lang es noch dauert, bis ihr Bus ankommt (l.). Schon in wenigen Wochen soll ein „Dynamischer Informationsanzeiger“ direkt darstellen, wie viele Minuten die Wartezeit noch beträgt (r.).
Noch müssen die Fahrgäste selbst anhand von Fahrplan und Uhr ermitteln, wie lang es noch dauert, bis ihr Bus ankommt (l.). Schon in wenigen Wochen soll ein „Dynamischer Informationsanzeiger“ direkt darstellen, wie viele Minuten die Wartezeit noch beträgt (r.). Foto: Montage: Schäfer

Für die Gemeinde Heek ist diese Installation eine Premiere. Auch mit Blick auf den Kreis Borken beziehungsweise das Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung sind solche dynamischen Informationsanzeigen keine Selbstverständlichkeit.

RVM-Pressesprecher Dr. Christoph Hagebeucker sagt: „Derzeit betreiben wir in Vreden und Borken solche Anzeigen, weitere sollen folgen.“ Unter anderem in Ahaus, Reken und Schöppingen.

Und eben in Heek. „Bis Ende 2020 sollen in den vier Münsterlandkreisen 37 Anlagen installiert und in Betrieb genommen werden“, so der Pressesprecher. In den Unterlagen der jüngsten Bauausschuss-Sitzung heißt es zum Umsetzungszeitpunkt: „Die Realisierung soll in Kürze erfolgen.“

Premieren-Installation

Genauer könne man das derzeit auch nicht eingrenzen, sagt Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Etwas konkreter wird RVM-Pressesprecher Christoph Hagebeucker. „Stand heute erfolgen die Bauarbeiten entweder noch Ende 2019, ansonsten zu Jahresbeginn 2020.“ Ein von der RVM beauftragtes Unternehmen werde die Arbeiten durchführen. Warum wurde ausgerechnet die Haltestelle „Donnerberg“ für die Premieren-Installation auserkoren?

Das liegt an der zentralen Lage der Haltestelle und am Umfeld: Durch Fahrradständer und einen Parkplatz ist der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr bequem möglich. Und die Haltestelle hat einen Unterstand – beides haben längst nicht alle Haltestellen.

Konkreter Standort des Informationsanzeigers soll die Seite sein, auf der sich auch die Tankstelle befindet – also in Fahrtrichtung Gabelpunkt/Ahaus.

Neue Bordrechner

Auf der gegenüberliegenden Seite wird es hingegen keinen Anzeiger geben. „Die Anzeige wird man von beiden Seiten aus gut sehen können“, begründet Herbert Gausling. Das erspart der RVM natürlich weitere Kosten.

Die Livedaten, die für diese Technik notwendig sind, stammen von den RVM-Bussen selbst. „Wir haben neue Bordrechner verbaut“, erklärt Christoph Hagebeucker. Diese senden Signale mit dem Standort an einen Server in der Leitstelle in Beckum. Von dort gehen die Daten an die Informationsanzeiger. Daten anderer Verkehrsunternehmen bezieht die RVM von einem „Istdaten-Server“ des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR).

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