OGS-Speiseraum reicht nicht mehr aus
Eine Lösung muss her

Heek -

Das gemeinsame Mittagessen ist seit 13 Jahren ein fester Bestandteil der OGS in Heek. Doch der Speiseraum bietet mittlerweile deutlich zu wenig Platz für die Anzahl der betreuten Kinder. Eine Lösung muss also her.

Dienstag, 19.11.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 18:00 Uhr
Der Speiseraum der Alexander-Hegius-Schule ist deutlich zu klein – die Gemeinde muss bald eine Lösung präsentieren.
Der Speiseraum der Alexander-Hegius-Schule ist deutlich zu klein – die Gemeinde muss bald eine Lösung präsentieren. Foto: Markus Gehring

In einem eigens angebauten Bereich der Alexander-Hegius-Schule befinden sich auf zwei Etagen die Gruppenräume, Küche und der Speiseraum. 20 Kinder finden aktuell gleichzeitig im Speiseraum Platz. Zu wenig, angesichts der Tatsache, dass derzeit 58 Kinder die OGS Heek besuchen. Tendenz steigend. Momentan essen die Kinder jeweils in drei Gruppen, angepasst an das jeweilige Unterrichtsende, ehe sie klassenweise in die Hausaufgabenbetreuung gehen.

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass mehr Kinder Mittagessen wollen, als Plätze vorhanden sind. Ein Zustand, der so nicht mehr tragfähig ist, wie AHG-Schulleiterin Kirsti Döbbertin im jüngsten Ausschuss für Schule, Familie und Soziales berichtete.

Und genau deshalb soll sich jetzt etwas tun in der OGS Heek. Entweder baulicher Art oder durch eine multifunktionale Lösung. So oder so – die Zeit für eine Lösungsfindung drängt, denn die Ausschussmitglieder beschlossen einstimmig, dass die Gemeindeverwaltung bis zur Haushaltsplanung 2020 mit der Schulleitung und der OGS ein abgestimmtes Konzept entwickeln soll.

„Restaurant“ im Gruppenraum

Damit aktuell zu Stoßzeiten überhaupt alle Kinder in der OGS ihr Mittagessen in Ruhe zu sich nehmen können, hat das OGS-Team einen Gruppenraum, der nahe dem Speiseraum liegt, zu einem „Restaurant“ mit insgesamt zwölf weiteren Plätzen umfunktioniert.

Nachteil: Das Essen und Geschirr muss von der Küche über den Flur in den Extraraum getragen werden. Nicht nur aus hygienischer Sicht eine suboptimale Lösung. „Es entsteht auch viel Unruhe“, erklärt OGS-Koordinatorin Birgit Wüsten auf Nachfrage. Zudem sei durch den vielen „Verkehr“ auf dem Flur nicht ausgeschlossen, dass auch mal Schüsseln oder dergleichen zu Boden fallen könnten.

Die Königslösung wäre ein zweigeschossiger Anbau im Bereich der Straße Am Brotkorb. In diesem könnten dann Lagerräume, eine optisch und organisatorisch abgetrennte Küche sowie ein großer Speiseraum Platz finden. Laut Kalkulation der OGS könnten so rund 50 Kinder gleichzeitig verköstigt werden. „Damit wären wir auch für die kommenden Jahren super aufgestellt“, so Birgit Wüsten.

Wir als Gemeinde müssen auch mit Blick in die Zukunft entscheiden, was wir wollen – und das bald.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff

Möglicher Knackpunkt dieser Variante könnten die anfallenden Kosten sein. „Wir rechnen bei dieser Lösung mit 200 000 bis 250 000 Euro. Da sind also noch weitere Überlegungen notwendig“, merkte Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung im Ausschuss an.

Deutlich kostengünstiger würde die Variante einer multifunktionalen Nutzung ausfallen. Sprich, wenn ein derzeit nicht genutzter Klassen- zum Speiseraum umfunktioniert würde. Aus Sicht der Schule aber nicht die Wunschlösung.

Und mit Blick auf eine perspektivische Dreizügigkeit der AHG auch nicht unbedingt sinnvoll. „Wir als Gemeinde müssen auch mit Blick in die Zukunft entscheiden, was wir wollen – und das bald“, stellte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Sitzung klar.

Denn aktuell gibt es lediglich einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Nach dem Willen der Großen Koalition soll ab 2025 jedes Kind auch einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz haben.

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