Digitalpakt Schule
Gemeinde will Schulen ordentlich verkabeln

Heek -

Vor wenigen Monaten bekam die Gemeinde die Zusicherung, dass die Schulen aus dem Digitalpakt Schule Fördergelder in Höhe von 286 000 Euro erhalten. Nun steht der Plan, wofür das Geld verwendet werden soll. „Wir wollen in erster Linie dafür sorgen, dass alle Schulen mit ordentlichen Netzwerkkabeln ausgestattet sind. Daher werden wir CAT 7 überall verlegen“, teilte Fachbereichsleiter Jürgen Lammers mit.

Mittwoch, 27.11.2019, 19:00 Uhr
Teurer „Kabelsalat“: Die Gemeinde Heek will ihre Schulen mit ordentlichen Netzwerkkabeln ausstatten, damit die digitale Vernetzung der Schulen gewährleistet ist.
Teurer „Kabelsalat“: Die Gemeinde Heek will ihre Schulen mit ordentlichen Netzwerkkabeln ausstatten, damit die digitale Vernetzung der Schulen gewährleistet ist. Foto: dpa

CAT-7-Kabel bieten maximale Frequenzen von bis zu 1000 Megahertz und sind für Ethernet-Netzwerke mit Übertragungsraten von zehn Gigabit pro Sekunde und teils mehr geeignet. Damit ist das Ziel verbunden, die digitale Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen aufzubauen beziehungsweise zu verbessern.

Aktuell ist die Verwaltung dabei, Bestandsaufnahmen der digitalen Ausstattung der Schulen zu machen. Sprich: Es wird geschaut, über welche Geräte die Bildungseinrichtungen verfügen und wie der aktuelle Technikstand gerade ist.

Danach folgt der nächste Schritt. Es wird geprüft, was am jeweiligen Standort fehlt zu einem optimalen IT-Inventar. Auf Grundlage eines Einsatzkonzeptes werden dann die Anträge beim Land gestellt. „Wir wollen nichts überstürzen. Grundsätzlich lässt sich schon sagen, dass die Schulen in Heek gut ausgestattet sind“, findet Jürgen Lammers .

Die Idealvorstellung ist laut Lammers: „Ein Lehrer kommt in die Klasse und kann mit seinem iPad alle anderen Geräte im Klassenraum ansteuern.“

Geplant ist, dass jeder Klassenraum eine Grundausstattung haben soll: Apple TV, W-Lan, Beamer und ausreichend Netzwerkanschlüsse. „Idealerweise findet das Lehrpersonal zukünftig in jedem Klassenraum identische technische Rahmenbedingungen vor“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung, im Zuge des jüngsten Schulausschusses.

An allen drei Schulen soll die IT-Infrastruktur optimiert werden. Bisher seien die Leitungswege größtenteils nicht dokumentiert und selten optimal. Daher sei nun eine Neuverkabelung geplant, kündigt die Gemeinde an.

Eine weitere Maßnahme: die Erneuerung der Computer und Technik. Die über Jahre gewachsene Präsentationstechnik in den Klassenräumen soll verbessert und vereinheitlicht werden.

Zudem befindet sich die Verwaltung im engen Austausch mit der Kommunalen ADV-Anwendergemeinschaft West (KAAW). Die KAAW ist vor allem für die Wartung der technischen Geräte zuständig.

Falls es mal Probleme mit der Software gibt oder neue Programme installiert werden müssen, können sich die IT-Experten aus der Ferne auf die Rechner zuschalten. „Es muss keiner mehr von PC zu PC gehen, um CD-Roms in den Rechner zu schieben“, sagte Lammers.

Allerdings: Die Kosten für die Wartung werden nicht durch die Fördermittel abgedeckt und sind vom Schulträger zu tragen. Hier wird die Gemeinde noch ein Konzept erarbeiten müssen, wie die regelmäßige Überprüfung und Unterhaltung finanziert werden soll.

Für kleinere Mängel, wie eine leere Druckerpatrone oder ähnliches, seien die Hausmeister verantwortlich, so Jürgen Lammers. Ziel sei es, dass sich die Lehrer nur aufs Unterrichten konzentrieren sollen.

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