Vandalismus
Zerstörungswut nicht gestillt

Heek -

Gerade erst wurden der Tisch und die Bänke nach den Vandalismus-Vorfällen auf dem Spielplatz in der Stiege ausgetauscht. Doch sauber sind diese schon jetzt nicht mehr. Im Gegenteil.

Freitag, 29.11.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 18:02 Uhr
Etwa 14 Tage haben die neuen Holzplanken im Unterstand am Hühnerstall unbeschadet überstanden. Mitte dieser Woche sind sie Opfer von Vandalismus geworden.
Etwa 14 Tage haben die neuen Holzplanken im Unterstand am Hühnerstall unbeschadet überstanden. Mitte dieser Woche sind sie Opfer von Vandalismus geworden. Foto: Till Goerke

Noch sind die Täter, die den Unterstand am Spielplatz in der Stiege in der Halloween-Nacht massiv beschädigt und verwüstet haben, nicht gefasst. Die Kriminalpolizei kommt mit ihren Ermittlungen aber gut voran. Das bestätigt Thorsten Ohm , Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Borken, auf Nachfrage. Jüngst kam es erneut zu einem Zwischenfall auf dem Spielplatz in der Stiege.

Etliche Hundert Euro musste die Gemeinde investieren, um die Vandalismusschäden zu beseitigen. Unter anderem für die Anschaffung neuer, heller Holzplanken für den Tisch und die zwei Bänke unter dem Unterstand am Hühnerstall. Lange hielt die Freude darüber nicht.

Unsere Ortsbegehung am Donnerstagmorgen (28. November) zeigt: Die Holzplanken des Tisches sind schon wieder flächendeckend beschmiert. Grüne, blaue, gelbe und rote Krakeleien sowie aufwendiger gestaltete Malereien sind über die Holzplanken verteilt. Eine Joint-Zeichnung ist zu erkennen, ebenso wie das Wort „Alk“ mit einem roten Herz daneben. Auf den Bänken sieht man Schuhabdrücke.

Das kann doch nicht wahr sein. Da schwillt mir der Kamm.

Bauamtsleiter Herbert Gausling

Ein Umstand, der Bauamtsleiter Herbert Gausling hörbar wütend macht: „Das kann doch nicht wahr sein. Da schwillt mir der Kamm.“ Das Zeitfenster, in dem die Schmierereien entstanden sein müssen, ist klein. Am Mittwochmorgen (27. November) sei den Mitarbeitern des Bauhofes bei der Reinigung vor Ort noch nichts aufgefallen. Das teilt Bauhofleiter Alfred Heying mit.

„Ich gehe deshalb davon aus, dass die Beschädigung am Mittwochnachmittag oder am Mittwochabend erfolgt ist“, sagt Herbert Gausling. Bedenkt man jedoch, das einige Zeichnungen recht detailliert sind, stellt sich die Frage, ob diese bei der aktuell noch spärlichen Beleuchtung vor Ort tatsächlich in den Abendstunden entstanden sein können.

Eventuell bringt die Ermittler im jüngsten Vandalismusvorfall ein schwarzer Rucksack weiter. Dieser lag am Donnerstagmorgen auf dem Boden neben dem beschmierten Tisch. Die Gemeindeverwaltung hat den Rucksack, der einem Schüler aus der Gemeinde gehört, sichergestellt. Alles weitere wird die Polizei nun klären.

Dass mit derartiger Zerstörungswut nicht zu spaßen ist, zeigt sich nicht nur daran, dass dies als Straftatbestand gilt, sondern auch an den Kosten und den zahlreichen Maßnahmen für die Beseitigung der Schäden. So kostete auf dem Spielplatz in der Stiege alleine die Reinigung und die Müllentsorgung 400 Euro. Das Entfernen der Graffitischmierereien am Hühnerstall schlug mit weiteren 500 Euro zu Buche. Zudem musste der Sand wegen der darin gefundenen Glasscherben für 500 Euro komplett ausgetauscht werden.

Sollte die Polizei die Täter ermitteln, dann werden diese für die entstandenen Kosten aufkommen müssen. Oder die Erziehungsberechtigten. Zivilrechtliche Schadensersatzpflicht nennt sich das.

In den Ausschussunterlagen der Gemeinde heißt es wörtlich: „Die Gemeinde Heek hat Strafanzeige bei der Polizei wegen der Sachbeschädigung gestellt. Sofern die Verursacher ermittelt werden, wird die Gemeinde Heek die entstandenen Kosten geltend machen.“

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