Antje Valentin zieht für 2019 Bilanz
Zahlen zum Strahlen und ein Gänsehaut-Moment

Nienborg -

Die Zahlen sprechen für sich: 2019 war ein bemerkenswertes Jahr für die Landesmusikakademie. Und dabei sind diese Teil einer Entwicklung, die Ende der 80er-Jahre ihren Anfang hatte.

Mittwoch, 15.01.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 17:38 Uhr
Antje Valentin sieht die Landesmusikakademie auf einem guten Kurs – und die Zahlen geben ihr Recht.
Antje Valentin sieht die Landesmusikakademie auf einem guten Kurs – und die Zahlen geben ihr Recht. Foto: Rupert Joemann

Antje Valentin , Direktorin der Landesmusikakademie (LMA) in Nienborg, strahlte regelrecht, als sie in der letzten Ratssitzung des Jahres im Kammermusiksaal einen kleinen Auszug aus dem Zahlenwerk der Jahresbilanz 2019 der LMA präsentierte. Schließlich konnten sich die mitgebrachten Zahlen sehen lassen. Grund genug, noch mal im Detail bei der Landesmusikakademie nachzufragen.

Doch vorweg einige Zahlen, die deutlich machen, dass die Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren allgemein richtig an Dynamik gewonnen hat. Denn das Haushaltsvolumen der LMA hat sich von 1989 bis heute nahezu versiebenfacht. Ging es Ende der 80er-Jahre mit einem Volumen von 400 000 Euro an den Start, sind es inzwischen rund 2,8 Millionen Euro.

Eine gute Entwicklung

15 800 Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr in der LMA. Grund dafür sind unter anderem Zusatzprojekte und Zusatzförderungen, welche die LMA an Land ziehen konnte. „Das ist eine gute Entwicklung“, wie Sabine Lahl , LMA-Medienreferentin, sagt.

9100 Besucher (2018: 8800) und 15 800 Übernachtungen (2018: 15 700) in den drei Gästehäusern verzeichnete die Landesmusikakademie. 30 Konzerte, 340 verschiedene Kurse und 185 Zertifikatsabsolventen, davon 63 C3-Dirigenten. Wobei die Gästezahl auch Kursbesucher enthält, die keine Belegungsgäste waren. Sprich jene Gäste, die externe Kurse der LMA bei den 70 Veranstaltungspartnern landesweit besucht haben. „Wir sehen an den Zahlen, dass das sehr gut funktioniert. Zudem machen wir so auch auf unser Angebot nachhaltig aufmerksam“, so Direktorin Antje Valentin.

Zu den Partnern zählen vor allem Musikschulen, Kitas, Hochschulen und Soziokulturelle Zentren. „Wir schulen vorrangig Multiplikatoren, daher die speziellen Zielgruppen“, erklärt Sabine Lahl. So werden beispielsweise Kita-Mitarbeiterinnen geschult, die Singen, Musik und Instrumente in den Kita-Alltag einbringen möchten.

Es haben sich doppelt so viele Interessenten angemeldet, wie es Plätze gab.

Sabine Lahl, LMA-Medienreferentin

Die Ausnahme sind so genannte Offene Musikkurse für interessierte Bürger, die sich einfach mal musikalisch ausprobieren wollen. „Das ist nicht unsere Aufgabe, sondern die von Musikschulen“, erklärt Sabine Lahl.

Dennoch bietet die LMA auch einige offene regionale Angebote wie die quartalsweise stattfindende Stimmbildungsgruppe an. Die Nachfrage danach sei im vergangenen Jahr riesig gewesen, wie die Medienreferentin berichtet. „Es haben sich doppelt so viele Interessenten angemeldet, wie es Plätze gab.“ Darum wurde kurzerhand eine zweite Gruppe ins Leben gerufen. Nicht nur deshalb bezeichnete auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff die Akademie als ein „Aushängeschild“ der Gemeinde.

Doch trotz der beeindruckenden Zahlen, es ist etwas anderes, das Antje Valentin und ihrem Team 2019 ganz besonders nahe gegangen ist: „Das Jubiläumskonzert war für uns alle einfach ein echter Gänsehaut-Moment.“

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