Ralf Münstermann setzt bei Kritik des Organisators auf den Dialog
Heimatverein will den Krammarkt erhalten

Heek -

Es geht Schlag auf Schlag in Sachen Schlöffken-Krammarkt. Erst kritisiert Organistaor Siegmund Stängel den Heimatverein Heek scharf, jetzt kontert der Vorsitzende Ralf Münstermann die Kritik.

Mittwoch, 29.01.2020, 07:36 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 07:40 Uhr
Diskussionen gibt es derzeit um die Zukunft des Krammarkts während des Heeker Schlöffkenfests. Der Heimatverein wehrt sich gegen Kritik.
Diskussionen gibt es derzeit um die Zukunft des Krammarkts während des Heeker Schlöffkenfests. Der Heimatverein wehrt sich gegen Kritik. Foto: Till Goerke

Dass der Schlöffken-Krammarkt in diesem Jahr ein trauriges Bild abgab, steht außer Frage. Wenig Stände, wenig Kundschaft. Markt-Organisator Siegmund Stängel hat für den Besuchermangel einen Mitschuldigen ausgemacht: Den Heimat- und Schützenverein Heek. Das kann dessen Vorsitzender Ralf Münstermann nicht nachvollziehen. Dennoch holt er nicht zum „Gegenangriff“ aus, sondern setzt auf den Dialog.

„Wir vom Heimat- und Schützenverein wollen den Schlöffken-Krammarkt erhalten“, stellt Münstermann klar. Denn der Markt gehöre ebenso zur Tradition wie das Schlöffkenfest selbst. Es gehe darum, Werte zu erhalten.

Den Vorwurf Stängels, der Heimatverein würde sich nicht für die Händler interessieren, kann Münstermann nicht nachvollziehen. „Vieles liegt ja auch leider gar nicht in unserer Hand.“

Zum Beispiel Wetter und Nachfrage: Am Schlöffkenmontag war das Wetter alles andere als schön. Also nicht ideal, um gemütlich eine Runde über einen Markt zu schlendern. Und es stellt sich natürlich die Frage, ob die Heeker überhaupt noch Interesse an solch einem Krammarkt haben.

„Und das sind ja Dinge, auf die wir als Heimat- und Schützenverein überhaupt keinen Einfluss haben“, sagt Münstermann.

„Bei so einer Sache kommen so viele Dinge zusammen“, sagt der Heimatvereins-Vorsitzende. Fakt ist: Ein Gespräch zwischen Siegmund Stängel und dem Vorstand des Heimatvereins gab es im Vorfeld des diesjährigen Schlöffkenfests nicht.

Deshalb hat sich bereits die Gemeinde in Person von Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer bereit erklärt, zwischen den Parteien zu vermitteln. Denn in dieser Sache gehe es nicht um Einzelinteressen, sondern um eine Traditionsveranstaltung, die schon seit Jahrzehnten aus Schlöffken-Krammarkt und Schlöffkenfest besteht. Und auch weiter bestehen soll.

Bleibt noch die Frage, wie die Parteien mit dem Thema Musik umgehen. Denn Siegmund Stängels Kritik richtet sich ja primär gegen den frühen Musikbeginn ab 9 Uhr. Denn dies ziehe potenzielle Kunden weg vom Markt und hinein in den Eppingschen Hof. Eine Verschiebung um zwei Stunden nach hinten würde dem Markt-Organisator schon ausreichen.

„Das Thema ist ja nicht neu“, bezieht Ralf Münstermann Stellung. „Aber was sollen wir denn machen, wenn die Hütte voll ist? Einfach auf Musik verzichten?“

Dass es Ralf Münstermann mit dem Erhalt des Schlöfffken-Krammarkt ernst meint, zeigt folgende Aussage: „Wir werden uns im Vorstand noch mal kurzschließen und möchten uns dann mit Herrn Stängel und der Gemeinde an einen Tisch setzen und die Probleme aus der Welt schaffen.“

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