Heeker Feuerwehr-Fuhrpark wird mit zwei Fahrzeugen modernisiert
Ersatz nach 30 Jahren

Heek -

Die Gemeinde hat tief in die Tasche gegriffen und dem Löschzug Heek zwei neue Einsatzfahrzeuge für 460.00 Euro finanziert. Kürzlich haben beide Fahrzeuge den „Einsatzstatus II“ erreicht.

Mittwoch, 29.01.2020, 18:00 Uhr
Das HLF ist nagelneu, der Sprinter ein auf die Bedürfnisse der Feuerwehr umgerüsteter Gebrauchtwagen.
Das HLF ist nagelneu, der Sprinter ein auf die Bedürfnisse der Feuerwehr umgerüsteter Gebrauchtwagen. Foto: Jörg Latussek/Löschzug Heek

Der Fuhrpark des Löschzugs Heek hat gleich doppelten Zuwachs bekommen: 460 000 Euro hat sich die Gemeinde das nagelneue HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) und das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) kosten lassen.

Eine Investition, die jedoch mit Blick auf den Brandschutzbedarfsplan notwendig wurde. Immerhin hat das alte Löschfahrzeug schon über 30 Dienstjahre auf dem Buckel. Vom neusten Stand der Technik kann da nicht mehr gesprochen werden. Das HLF 20 bietet eine zeitgemäße und dem Stand der modernen Fahrzeugtechnik entsprechende Möglichkeit der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung, insbesondere bei Verkehrsunfällen. Das Volumen des Löschwassertanks beträgt 2000 Liter.

Ausgeliefert wurde das Fahrzeug zwar bereits vor einigen Wochen, doch erst seit kurzem hat das Fahrzeug den „Status II“ erreicht – das heißt, dass es einsatzbereit im Gerätehaus steht. Und von der Entscheidung seitens der Gemeinde, ein neues HLF anzuschaffen, bis zum Erreichen des „Status II“ vergingen viele, viele Monate. Schließlich mussten alle 56 Wehrkameraden auf dem neuen Fahrzeug ausgebildet werden, erklärt Jörg Latussek vom Löschzug, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dazu mussten die Funkgeräte und das Navigationsgerät von Mitarbeitern des Kreis Borken programmiert werden. „Vorher darf das Fahrzeug gar nicht in Betrieb genommen werden.“

Auch das KEF hat den „Status II“ erreicht, wenngleich noch kleinere optische Veränderungen in Eigenregie durchgeführt werden müssen. Beispielsweise fehlt derzeit bei dem zum Einsatzfahrzeug umgebauten Mercedes Sprinter noch die Seitenbeschriftung. „Glücklicherweise haben wir bei uns genug Experten in den Reihen, sodass wir das alles selbst machen können“, sagt Jörg Latussek.

Der Sprinter ist ein Gebrauchtfahrzeug. Dies drückte natürlich ein Stück weit die Anschaffungskosten. „Es wurde dann von einer Firma umgebaut und speziell unseren Anforderungen angepasst.“ Das KEF hat eine Rampe am Heck, über die so genannte Atemschutz- oder ABC-Komponenten mittels Rollwagen schnell verladen werden können. „Je nach Einsatzstichwort können wir also individuell reagieren“, so Jörg Latussek.

Auch Ölbindemittel und Kehrwerkzeug sind dauerhaft im Fahrzeug geladen. Dinge, die oftmals bei Verkehrsunfällen benötigt werden.

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