Zu viel Müll landet in den Toiletten
Toilettenabfälle verstopfen Heeker Pumpwerke

Heek -

Einfach mal Müll und Essenreste in der Toilette runterspülen. Schnell gemacht. Und kein seltenes Phänomen in der Gemeinde Heek. Was viele nicht wissen: Das zieht etliche Probleme nach sich.

Donnerstag, 30.01.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 17:44 Uhr
Häufig sitzen die Pumpwerke in der Dinkelgemeinde durch in die Toiletten geworfenen Müll zu.
Häufig sitzen die Pumpwerke in der Dinkelgemeinde durch in die Toiletten geworfenen Müll zu.

Feuchttücher, Windeln, Essensreste und abgelaufene Medikamente – alles Dinge, die gerne mal in der Toilette landen. Auch in der Dinkelgemeinde. Doch dort, wo für Privatmenschen die Sorgen enden, fangen sie für die Gemeinde erst an. Mit ekelhaften Folgen.

Denn nach dem Abspülen landen die Abfälle in der Kanalisation. Dort führt der Müll nicht selten zu Verstopfungen und lahmgelegten Pumpwerken. Etwas, das jüngst in der Dinkelgemeinde vermehrt aufgetreten ist. Darauf weist die Gemeindeverwaltung in einem Facebook-Post hin. Gepaart mit der eindringlichen Bitte, keinen Müll in der Toilette zu entsorgen.

Zum besseren Verständnis: Gut ein Dutzend Pumpwerke sind in der Dinkelgemeinde in Betrieb. Und regelmäßig müssen diese abgeschaltet und vom Müll gereinigt werden. Eine ekelhafte Arbeit. Und ein vollkommen überflüssiger Aufwand.

„Wir bemerken seit Jahren eine gewisse Zunahme dieser Vorfälle“, berichtet Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung. Besonders Feuchttücher, Windeln und Putzlappen seien dabei alltägliche Probleme.

Diese Dinge kommen in den Pumpwerken nicht als Ganzes an, sondern zerfallen in Einzelfasern, die sich zu sogenannten Netz-Gespinsten verbinden. Eine stinkende und klebrige Masse.

Die Gespinste verstopfen beispielsweise die Rückstauklappen. „Das von Hand zu reinigen, ist eine sehr eklige Arbeit für die Kollegen“, stellt Thorsten Meyer klar. Abgesehen davon ist eine Reinigung des Kanalsystems kostenintensiv. Und entsorgte Lebensmittel führen nebenbei zu einer Vermehrung des Rattenbefalls.

Die Kosten des rund 90 Kilometer langen Kanalnetzes und der Schädlingsbekämpfung werden auch über die Schmutzwassergebühr finanziert. Dabei entspricht die Menge des verbrauchten Schmutzwassers der des Frischwassers. Aktuell beträgt die Gebühr in der Gemeinde je Kubikmeter 2,79 Euro. So wie in 2019 auch.

Doch es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass diese Gebühr auch mal erhöht wird. Damit es so weit nicht kommt, können ein paar einfache Verhaltensregeln beachtet werden: Abfall gehört nie in die Toilette. Speisereste gehören in den Biomüll. Feuchttücher und Windeln kommen in den Restmüll. Altmedikamente können beim Schadstoffmobil abgegeben werden. Auch viele Apotheken nehmen abgelaufene Medikamente zurück. Eine Pflicht dazu besteht aber nicht.

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