Spätfolgen des trockenen Sommers haben zu irreparablen Schäden geführt
Bäume müssen weichen

Heek -

Ein gezielter Griff mit dem Baggerarm, der kurze Klang einer Säge, ein leises Knacken und schon ist wieder ein Baum weg. Am Sportplatz des SV Heek wurde am Freitag viel gearbeitet. Ein Baum nach dem anderen wurde am Rand des Hauptplatzes gefällt.

Freitag, 14.02.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 18:38 Uhr
Mit Bagger und Kettensäge rückte ein Forstbetrieb jetzt den Bäumen am Heeker Sportplatz zuleibe.
Mit Bagger und Kettensäge rückte ein Forstbetrieb jetzt den Bäumen am Heeker Sportplatz zuleibe. Foto: Albert

Seit dem frühen Vormittag waren zwei Mitarbeiter eines Forst-, Garten- und Landschaftsbaubetriebs damit beschäftigt, die umliegende Fläche nach und nach von Bäumen zu befreien – einige Hundert Festmeter.

„Sabine“ war nicht für die Baumfällaktion verantwortlich. „Das hat mit dem Sturm nichts zu tun“, sagte Herbert Gausling von der Gemeinde Heek. Vielmehr sei die Fällaktion eine Folge des trockenen Sommers, der viele Bäume stark geschädigt hatte. Bis auf einige Bäume wie Eichen oder Buchen sollen alle gefällt werden, setzt Gausling hinzu. „Viele sind kaputt“, sagt auch Forstbetriebs-Mitarbeiter Dieter Hansen, während er den ersten Stapel der gefällten Bäume begutachtet. Vor allem die Nadelbäume seien in keinem guten Zustand mehr gewesen. „Da ist kaum noch Grün dran.“

Würden sie nicht gefällt, „fallen die irgendwann um“. Für die Gemeinde war es höchste Zeit, die vielen kaputten Bäume zu entfernen: „Die Maßnahme ist nur bis zum 29. Februar möglich“, so Gausling. Denn das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass Bäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten werden dürfen. Bald werde dann auch entschieden, was mit der freien Fläche passieren soll, sagt Gausling. Entweder kann die Gemeinde neue Bäume pflanzen oder die noch bestehenden Baumstümpfe austreiben lassen. Dann würde aus den Stümpfen „eine neue Vegetation wachsen“. Bis Ende des Jahres könnte es bereits wieder 1,5 Meter hohe Pflanzen am Rand des Sportplatzes geben.

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