L 573 / Bischof-Hermann-Straße: Radfahrer wissen oft nicht, wie sie sich verhalten müssen
Einmündung soll sicherer werden

Nienborg -

Die Situation an der T-Kreuzung L 573 / Bischof-Hermann-Straße ist für Radfahrer nach wie vor unübersichtlich. Stichwort Vorfahrtsregel. Darum steigen auch am Montagmorgen (9. März) zwei ältere Fahrradfahrer an dieser Stelle ab und schieben ihr Rad über die Straße. „Das ist uns zu heikel hier“, sagt der Mann.

Montag, 09.03.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:34 Uhr
Nach dem Umbau soll die Verkehrsführung im Bereich der Einmündung übersichtlicher werden.
Nach dem Umbau soll die Verkehrsführung im Bereich der Einmündung übersichtlicher werden. Foto: Till Goerke

Geht es nach Straßen NRW, dann soll das bereits im April der Geschichte angehören: Ein „Angebotsstreifen“ für Radfahrer auf der Straße zum Einfädeln, ein Stop-Schild an der Bischof-Hermann-Straße und eine neue Haltelinie – unter anderem damit soll die Situation an der Einmündung entschärft werden. Nach monatelangem Hin und Her haben sich Straßen NRW, Polizei und der Kreis Borken abgestimmt und grünes Licht gegeben.

Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, sei ein Baubeginn im April realistisch. Denn neben der Entschärfung der T-Kreuzung sollen zugleich die teilweise erheblichen Schäden an den Radwegen zwischen Heek und Nienborg behoben werden. Beidseitig, versteht sich. Ebenfalls sollen die kleinen Schäden an der L 573 ausgebessert werden.

Situation ist tückisch

Dass die Situation an der T-Kreuzung tückisch ist, liegt an der auf den ersten Blick nicht eindeutigen Verkehrsführung. Kurz vor dem Ortsteil Nienborg mündet die Bischof-Hermann-Straße in die Nienborger Straße (L573). Dort endet der Radweg aus Richtung Heek kommend abrupt. Fahrradfahrer müssen sich gezwungenermaßen auf der Straße einordnen. Das ist nicht ungefährlich.

Und haben die Radler Vorfahrt gegenüber Verkehrsteilnehmern aus der Seitenstraße? ​Nein, haben sie nicht. Der Radfahrer ist untergeordnet. Das Vorfahrtsschild an der Nienborger Straße gilt nämlich nicht für den Geh- und Radweg. Doch genau das wissen offenbar viele Radler laut Straßen NRW nicht.

Ein Unfallschwerpunkt ist die T-Kreuzung nach Polizeiangaben zwar nicht, dennoch forcierte die SPD-Ortsfraktion bereits vor einem Jahr in einem Antrag eine Lösung für diese Stelle: „Um die Verkehrssicherheit in diesem besonders kritischen Bereich zu entschärfen.“ Neben den bereits angeführten Maßnahmen soll zudem vor der Kreuzung ein Schild aufgestellt werden, das darauf hinweist, dass der Fuß- und Radweg endet.

Straßensperrungen unumgänglich

Straßensperrungen während der Baumaßnahmen sind allerdings unumgänglich. „Es gibt strenge Auflagen, zum Beispiel, was den Abstand der Maschinen zum Verkehr betrifft“, erklärt Heinrich Lütke-Wenning von Straßen NRW.

Lediglich der Umfang, sprich Voll- oder Teilsperrung und wie viele Tage, ist noch nicht klar. „Wir arbeiten aber bereits intensiv an einer Umleitungsstrecke“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling. Pluspunkt für die Dinkelgemeinde ist, dass ihr durch die Baumaßnahmen keine Kosten entstehen. Die trägt der Landesbetrieb. Damit ist zugleich der Gedanke vom Tisch, die Ausbesserung des Radwegs in Eigenregie durchzuführen.

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