Katthagen in Heek
Ende der Bauarbeiten ist ungewiss

Heek -

Die Reparaturarbeiten der auf einem Teilstück „kollabierten“ Kanalisation im Katthagen schreiten zügig voran. Doch in Zeiten der Corona-Krise ist ein Abschluss dennoch nicht planbar.

Montag, 16.03.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 17:22 Uhr
Die eigentlichen Reparaturarbeiten an der Straße Katthagen sind bereits abgeschlossen, doch noch ist das Ende nicht in Sicht.
Die eigentlichen Reparaturarbeiten an der Straße Katthagen sind bereits abgeschlossen, doch noch ist das Ende nicht in Sicht. Foto: Till Goerke

Eigentlich lief alles nach Plan im Katthagen. Dort, wo Ende Februar die Kanalisation auf einem Teilstück komplett zusammengebrochen war und in Windeseile eine Lösung her musste. Zunächst eine Übergangslösung, dann eine endgültige. Die Arbeiten schritten in den vergangenen Wochen zügig voran. Doch ein Abschluss ist derzeit nicht abzusehen. Schuld ist die Corona-Krise.

Dabei sind die eigentlichen Reparaturarbeiten längst abgeschlossen. Schacht- und Kanalarbeiten verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle. „Es ist wieder Fluss auf der Leitung“, sagt Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte, zumindest für die Anwohner: Ein Ende der Arbeiten ist nicht absehbar.

Zwar arbeiten die Arbeiter noch unermüdlich, doch auch hier könnte die Corona-Krise bald einen Strich durch die Rechnung machen. So weisen auch Bauunternehmen nach und nach Mitarbeiter an, zu Hause zu bleiben. Und weniger Personal heißt auch weniger Tempo im Baufortschritt.

„Es geht hier also nicht darum, dass die Arbeiten zu kompliziert sind, sondern es ist eine Frage der Fairness gegenüber den Unternehmen“, stellt Thorsten Meyer klar. Fristen einzufordern sei aktuell unangemessen. In Zeiten der Corona-Krise zählen eben andere Dinge als ein maximal beschleunigter Abschluss der Arbeiten.

Wobei diese im Katthagen bisher gut vorangegangen sind. Die Verbaubox wurde bereits entfernt. Etliche Baggerschaufeln Sand sind ebenfalls schon in das Loch befördert worden.

„Es ist jetzt praktisch eine Rolle rückwärts“, erklärt Thorsten Meyer. Gemeint ist, dass alle Versorgungsleitungen wieder so verlegt werden müssen, wie sie im Ursprung auch mal lagen. Denn Trinkwasserleitungen und Glasfaserkabel mussten für die Verbaubox weichen. Sie wurden umgelegt. Ebenso die Hauptgasleitung.

Gut einen Meter wurde diese zur Seite verlegt. Und soll auch so liegen bleiben, wie Meyer sagt.

Den Abschluss werden die Pflasterarbeiten bilden. Die Steine liegen bereits im Katthagen und auf dem Marktplatz.

Und wie sieht es mit den Kosten aus, die über die Kanalnutzungsgebühren beglichen werden? Eine vorsichtige Kalkulation seitens der Gemeinde ging vor gut zwei Wochen von einer fünfstelligen Summe aus. „Dazu kann ich derzeit keine Angaben machen. Das wird sich zeigen, wenn hier alles mal fertig ist“, so Thorsten Meyer von der Verwaltung.

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