Revierförster Matthias Reeker-Ebbing geht in den Ruhestand
Waldbauern der Forstgemeinschaft Heek ernten mehr Nadel- als Laubholz

Heek/Schöppingen/Gronau -

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 3751 Festmeter Nadelholz und 2622 Festmeter Laubholz haben die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Heek im vergangenen Jahr aus den Wäldern geholt. Das ist eine eher ungewöhnliche Quote, die ihre Gründe hat.

Dienstag, 17.03.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 18:12 Uhr
Der FBG-Vorsitzende Josef Büning (l.) dankte Revierförster Matthias Reeker-Ebbing für die geleistete Arbeit.
Der FBG-Vorsitzende Josef Büning (l.) dankte Revierförster Matthias Reeker-Ebbing für die geleistete Arbeit. Foto: Rupert Joemann

 

Zur FBG gehören Waldbesitzer aus Schöppingen, Gronau und Legden. „Das sind 60 zu 40 Prozent für das Nadelholz. Eigentlich müsste das anders herum sein“, sagte Revierförster Matthias Reeker-Ebbing während der jüngsten Mitgliederversammlung im Hotel Am Markt. Der Borkenkäfer hat seine Spuren hinterlassen.

100 Prozent des Nadelholzes waren Fichten. Das gesamte Holz sei durch einen notwendigen und durch Schäden verursachten Kahlschlag gewonnen worden, so Reeker-Ebbing. Besser sieht da die Quote beim Laubholz aus. Hier gingen 74 Prozent auf das Konto einer geplanten Durchforstung, die anderen 26 Prozent auf einen notwendigen Kahlschlag. Hier seien vor allem durch Trockenheit geschädigte Buchen gefällt worden, so der Revierförster.

Ideales Brutwetter für den Borkenkäfer

In diesem Jahr seien vor allem Buchen betroffen. Derzeit schon rund 2000 Festmeter, so Reeker-Ebbing. „Die Fichte war am Jahresende bereits ziemlich durch“, sagte der Revierförster. Grundsätzlich sei aber „der Borkenkäfer wieder dabei, sich durchzufressen. Die Witterungsverhältnisse seien ideales Brutwetter für den Borkenkäfer.

Wahlen

Bei den Wahlen sind der Vorsitzende Josef Büning und der Beisitzer Antonius Berning einstimmig für vier Jahre wiedergewählt worden. Für den ausgeschiedenen Kassenprüfer wählten die Mitglieder Christian Hörst als Nachfolger.

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Insgesamt verkauften 38 Waldbesitzer 5089 Festmeter Holz. Die Forstbetriebsgemeinschaft hat 213 Mitglieder, die eine Mitgliedsfläche von 1440 Hektar einbringen. Die Waldfläche hat sich um neun Hektar gegenüber dem Vorjahr verringert.

Im vergangenen Jahr kultivierten die Waldbesitzer 4,02 Hektar. Dabei pflanzten sie insgesamt 13 465 Bäume, davon 81 Prozent Laub- und 19 Prozent Nadelbäume.

Fördergesamtsumme bleibt gleich

Der Fördersatz bei Neupflanzungen hat sich zwar laut Matthias Reeker-Ebbing um 30 Prozent je Pflanze erhöht, jedoch nicht die Gesamtsumme für eine Fläche. Die Förderung erfolgt bei der Umwandlung von nicht standortgerechten zu standortgerechten Bäumen.

Voraussichtlich noch bis zum Mai müssen die Waldbauern warten, bis weitere Baumarten als förderfähig eingestuft werden. Durch eine Experimentierklausel soll dann wahrscheinlich unter anderem auch die Kiefer förderungsfähig sein.

Revierförster

Seit 1980 ist Matthias Reeker-Ebbing als Revierförster für die Forstbetriebsgemeinschaft Heek tätig. Am 30. Juni geht er in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Gerd Hemker, der bereits am 1. April anfängt und von Reeker-Ebbing eingearbeitet wird.

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Vom Staat gefördert werden zudem auch Extremwetterfolgen. Beim Massenbefall durch Schädlinge werden landesweit jedoch nur Nadelhölzer gefördert, keine Laubbäume. „Die Buche ist landesweit nicht so das Problem“, erklärte der Revierförster. Das sehe im FBG-Gebiet jedoch anders aus. Auch betroffene Birken werden derzeit noch nicht gefördert.

Außerdem müssten die Bäume frisch befallen sein und noch nicht abgestorben. Hier eine Grenze zu ziehen, sei jedoch nicht immer einfach, so Revierförster Reeker-Ebbing. Für jeden betroffenen Festmeter erhalten die Waldbauern fünf Euro. Allerdings gibt es noch eine Bagatellgrenze von 1000 Euro, unter der keine Förderung erfolgt.

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