Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp richten Schnittstelle für Hilfen beim Einkauf ein
Der Haushalt muss ja weiterlaufen

Heek/Nienborg -

Auch wenn es momentan besonders für ältere Menschen nicht ungefährlich ist, in der Schlange an der Supermarktkasse zu stehen – eins ist sicher: „Jeder Haushalt muss weiterlaufen.“

Mittwoch, 18.03.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 16:32 Uhr
Sarah Vortkamp (l.) und Elisabeth Voss achten darauf, dass auch beim Einkauf ein Sicherheitsabstand gewahrt wird.
Sarah Vortkamp (l.) und Elisabeth Voss achten darauf, dass auch beim Einkauf ein Sicherheitsabstand gewahrt wird. Foto: Bernd Schäfer

Das sagt Elisabeth Voss . Und weil sie das weiß, hatte sie gemeinsam mit Sarah Vortkamp die Idee, eine Schnittstelle für junge, fitte Menschen und Senioren aus Heek, Nienborg und Ahle einzurichten.

Seit Samstag gibt es die Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek“ – und sie hat bereits über 460 Mitglieder. „Das ist eine Verantwortung, die wir alle haben und die wir jetzt durchziehen müssen“, beschreibt Sarah Vortkamp die Dringlichkeit, soziale Kontakte möglichst weit einzuschränken.

Das gelte vor allem für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus lebensgefährlich werden kann.

Schon 20 Helfer

Bislang haben sich bei Elisabeth Voss erst zwei Personen gemeldet, um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei sieht das auf der anderen Seite schon ganz anders aus: „Ich habe schon von 20 Menschen, die helfen wollen, die Telefonnummern erhalten“, freut sich Elisabeth Voss über die Solidarität in der Gemeinde. Erledigt werden können nicht nur Einkäufe von Dingen des täglichen Bedarfs, sondern auch das Einlösen von Rezepten bei den Apotheken. „Die sind schon auf uns zugekommen“, sagt Elisabeth Voss. Schließlich sei auch dort nicht hundertprozentig auszuschließen, dass sich Kunden gegenseitig infizieren könnten.

Erste Infektion registriert

Bislang war es ruhig in der Gemeinde, aber gestern wurde auch hier die erste Infektion registriert – so schnell kann sich die Situation ändern. „Es reicht ja schon, wenn eine Familie plötzlich in Quarantäne muss, weil es einen Verdacht gibt“, wollen Voss und Vortkamp auf alles vorbereitet sein.

Wer die Einkaufshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich täglich am besten zwischen 10 und 15 Uhr bei Elisabeth Voss unter 02568 2133 oder 0151 15290129 melden. „Wenn wir keine Ausgangssperre haben wollen, müssen wir uns an die Vorsichtsmaßnahmen halten“, appelliert Sarah Vortkamp zum Schluss noch einmal an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

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