Auch wenn der gute Wille da ist: Die erste Blutspende sollte noch verschoben werden
Diesmal lieber keine Erstspender

Heek/Nienborg -

Corona hin oder her – Blutspenden werden dringend benötigt. Darum findet am heutigen Mittwoch (25. März) wieder eine DRK-Blutspende statt. Doch Ort und Ablauf werden diesmal anders als üblich sein.

Dienstag, 24.03.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 17:07 Uhr
Blut ist besonders in Zeiten der Corona-Krise unersetzlich.
Blut ist besonders in Zeiten der Corona-Krise unersetzlich. Foto: dpa

Normalerweise fahren Spender zum DRK-Heim in der Stroot, nehmen im Blutspendemobil Platz und stärken sich im Anschluss beim Imbiss vor Ort. Doch in Zeiten von Corona ist dieser Ablauf nicht aufrechtzuerhalten. „Das Thema geht natürlich auch nicht an uns vorbei“, sagt der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Ralf Rohling .

​Da in Deutschland jedoch täglich 15 000 Blutspenden für Patienten in Therapie und Notfallversorgung benötigt werden, galt es, Lösungen zu finden. „Wir haben von der Gemeinde die Freigabe für die Kreuzschule bekommen“, berichtet der Vorsitzende. Das sei keine Selbstverständlichkeit.

Umzug in die Kreuzschule

Der Umzug wurde nötig, weil im Blutspendemobil der geforderte Mindestabstand nicht gewährleistet ist. Außerdem soll vor dem Einlass die Temperatur jedes Spenders gemessen werden. „Wenn da etwas auffällig ist, ist derjenige wenigstens nicht schon durch die Schule gelaufen.“ Einen gezielten Corona-Infektions-Test wird es jedoch nicht geben. Der DRK-Blutspendedienst West warnt in diesem Zusammenhang vor Panikmache. Für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gebe es derzeit keine Hinweise.

Davon ab werden Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungs-Symptomen grundsätzlich nicht zur Blutspende zugelassen. Zudem gelten für die Blutspende in Heek folgende Regeln:

• Wer in den vergangenen vier Wochen im Ausland war, darf nicht spenden.

• Begleitpersonen von Spendern dürfen die Kreuzschule nicht betreten.

• Spender werden gebeten, ihren eigenen Kugelschreiber für die Unterschrift mitzubringen.

Lunchpakete statt Imbiss

Auch der Imbiss nach der Spende fällt diesmal aus. „Das wäre ein viel zu hohes Kontaktrisiko und gegen die Vorschriften“, so Ralf Rohling. Stattdessen sollen Lunchpakete an einem zentralen Ort liegen. Jeder Spender darf sich beim Verlassender Schule eines davon mitnehmen. „Wir reduzieren jeglichen Kontakt auf ein absolutes Minimum.“

Auf ein Minimum reduziert wird beim Spendentermin auch das DRK-Personal. Normalerweise sind zehn bis 15 Helfer im Einsatz. Diesmal sollen es nur etwa vier sein. „Auch hier gilt die Maxime, alles auf das Nötigste zu reduzieren“, sagt der Vorsitzende.

Und: Ältere Helfer werden nicht im Einsatz sein. „Nur Mitarbeiter, die nicht zur Risikogruppe gehören.“ Wer zum ersten Mal sein Blut spenden möchte, wird gebeten, seine Premiere auf einen Termin nach der Corona-Krise zu verschieben. Denn eine erstmalige Spende dauert mit Blick auf die Erstellung eines Spendenausweises deutlich länger als jede weitere. Das sei in Zeiten der Corona-Pandemie nicht zuträglich: „Wir freuen uns sehr über jeden Erstspender, aber nach der Krise ist sicherlich der bessere Zeitpunkt dafür“, so Ralf Rohling.

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