Schützenverein Averbeck
Gefeiert wird – die Frage ist nur wann

Heek -

Ganz schön blöd, wenn eine Veranstaltung wegen der Corona-Krise ins Wasser zu fallen droht. Erst recht, wenn es um ein Jubiläumsfest geht. Doch in Heek gibt man die Hoffnung nicht auf.

Montag, 06.04.2020, 06:58 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 07:01 Uhr
Sie regieren die Averbecker Schützen auf jeden Fall bis zum nächsten Jahr: König Martin Amshove und Königin Sonja Rulle.
Sie regieren die Averbecker Schützen auf jeden Fall bis zum nächsten Jahr: König Martin Amshove und Königin Sonja Rulle. Foto: privat

In der Region sind bereits erste Schützenfeste abgesagt worden. Beim Schützenverein Averbeck wird im 175. Jahr des Bestehens allerdings noch auf Zeit gepokert. Zumindest solange, wie keine eindeutige Vorgabe vom Kreis Borken kommt. Denn schließlich stehen die großen Feiertage mit dem Kaiserschießen erst im Juni an.

​„Wir warten von uns aus bis Anfang Mai mit einer Entscheidung ab“, stellt Präsident Herbert Gausling klar. „Noch kann ja niemand absehen, wie sich das alles weiterentwickelt.“ Und davon ab sind die Vorbereitungen für die große Sause schon weit fortgeschritten. „Wir bereiten erst mal alles weiter ganz normal vor.“

Doch trotz des Optimismus: Die Auswirkungen der Corona-Krise haben auch die Averbecker Schützen schon zu spüren bekommen. Generalversammlung, Fototermin mit allen Königinnen und Königen sowie die Vorstandssitzungen finden nicht statt.

​Dinge, die im Vergleich zu einem Ausfall des Jubiläumsschützenfestes verschmerzbar sind. „Daran mag ich gar nicht denken“, so Offizier Jörg Alfert, der im 15-köpfigen Festausschuss mitwirkt. Seit gut zwei Jahren feilen die Mitglieder an der Jubiläumsfeier. Von Zeltauswahl bis hin zur Einladung anderer Vereine – das Aufgabenspektrum ist breit gefächert.

„Es ist schon alles so gut organisiert. Ich persönlich fände es sehr traurig, wenn alles ausfallen müsste“, so Jörg Alfert. Davon betroffen wäre auch der Sternmarsch am 13. Juni unter Beteiligung vieler eingeladener Vereine durch die Dinkelgemeinde. „Neben dem Kaiserschießen am 11. Juni ist der Marsch ein echter Höhepunkt.“

​Wobei Ausfallen im Grunde gar nicht der treffende Ausdruck ist. Zumindest nicht, wenn darunter ersatzlos verstanden wird. Denn einen Plan B haben die Averbecker schon in der Tasche. „Das Ganze auf 2021 zu verschieben, wäre die Alternative“, so der Offizier. Eine Notlösung, keine Frage, aber besser als das Fest ersatzlos zu streichen, wie es andere Vereine im Kreis im Fall der Fälle planen.

Glücklicherweise, so berichtet es der Präsident, würden im Falle eines Ausfalls keine horrenden Summen an Fixkosten anfallen, die die Vereinskasse schwer belasteten. Man habe vorgesorgt. „Schön wäre es natürlich trotzdem nicht.“

​Und was für Auswirkungen hätte ein Verschieben des Festes für das amtierende Königspaar Martin Amshove und Sonja Rulle? So komisch es klingt – gar keine. Die Erklärung ist im Jubiläumsfest selbst verankert. Denn es wird nur ein Kaiser- und kein Königsschießen geben. „Das haben wir schon 2018 so festgelegt“, sagt Herbert Gausling. Martin Amshove und Sonja Rulle regieren also drei Jahre. Ganz planmäßig.

Und planmäßig soll auch die vermutlich 86-seitige Festschrift erscheinen. „Wobei es eher ein Bilderband sein wird, mit Bildern aller Schützenfeste bei uns“, verrät Jörg Alfert, der daran mitwirkt. Dreiviertel der Arbeit seien bereits erledigt. Corona-Krise hin oder her.

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